Klage gegen geplante Werbeallianz

Der Verband der Schweizer Medien erhöht den Druck gegen die geplante Werbeallianz von Swisscom, Ringier und SRG. Weil das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) die Einsicht in den Vertrag verweigert, haben die Verleger nun den juristischen Weg beschritten.

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Bildlegende: Heftiger Gegenwind gegen die geplante Werbeallianz von SRG, Swisscom und Ringier. Reuters

Der Verband der Schweizer Medien und weitere private Medien haben eine Klage beim Bundesverwaltungsgericht gegen die von Swisscom, Ringier und SRG geplante Werbeallianz eingereicht, wie Gerichtssprecher Rocco Maglio erklärte.

Die drei Unternehmen SRG, Swisscom und Ringier hatten im August 2015 angekündigt, ihre Werbung in Print, Online, TV und Radio künftig in einer gemeinsamen Firma zu vermarkten. Dank den Swisscom-Daten wird die Allianz auf Zielgruppen zugeschnittene Werbung anbieten können.

Rückzug möglich

Der Verlegerverband wehrt sich vehement gegen das Joint Venture. Nach seiner Ansicht gefährdet dieses die Medienvielfalt in der Schweiz und führt zu ungleichen Spiessen in der Branche.

Eine Hintertüre lassen die Verleger dennoch offen: Sollte das Bakom ihnen die Unterlagen zu dem Verfahren zugänglich machen, würde der Verband die Klage wieder zurückziehen, sagte Maglio weiter.