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Klare Ansage zum Jahresstart Bauernverband kritisiert geplante Marktöffnung

Legende: Video «Fairer Handel statt Freihandel» abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.01.2018.
  • Die Masse der landwirtschaftlichen Rohstoffe unterstehe global unter keineswegs fairen Bedingungen, teilte der Schweizer Bauernverband an seiner Jahresmedienkonferenz mit.
  • Dies gelte auch für die Schweiz.

Tiefe Produzentenpreise und zu tiefe Einkommen würden dazu führen, dass viele Landwirte und Bäuerinnen sich lieber anderswo eine Arbeit suchen. Das sagte der Freiburger FDP-Nationalrat und Direktor des Schweizer Bauernverbandes, Jacques Bourgeois, gemäss Communiqué.

In der Milchwirtschaft ist es besonders schwierig

Besonders gross sei der Strukturwandel in der Milchwirtschaft. Dort lebten viele Landwirte von der Substanz und könnten sich keine Investitionen leisten. Doch auch in anderen Branchenzweigen sei die «unfaire Einkommensverteilung» die Norm.

«Die Bauern investieren die meisten Stunden für den geringsten Verdienst», sagte Martin Rufer, Leiter Departement Produktion, Märkte und Ökologie. Beispielsweise machten die Kosten für das Getreide zwischen 6 und 11 Prozent des Preises eines Brots aus. «Es braucht in den Wertschöpfungsketten ein Umdenken.»

Direktverkauf und Genossenschaften als Verbesserung

Gefordert sind laut dem Schweizer Bauernverband auch die Bauernfamilien. Diese könnten mit mehr Direktverkauf sowie kürzeren Wegen zum Konsumenten oder dem Aufbau von entsprechenden Genossenschaften und Labeln versuchen, ihren Anteil am Konsumentenfranken zu erhöhen, heisst es im Bericht.

Das grösste Sorgenkind aber bleibe die grosse Menge wenig differenzierbarer Produkte, die an die grossen Abnehmer gehen. «Gefragt sind grundsätzlich angemessene Preise, welche die Kosten decken und Investitionen in die Zukunft erlauben», sagte der St. Galler CVP-Nationalrat und Bauernverbandspräsident Markus Ritter.

Bundesrat in der Kritik

Der gemeinsame Appell lautet: fairer Handel statt Freihandel. Für den Bauernverband steht insbesondere der Bundesrat in der Verantwortung. «Wenn dieser die Schweizer Landwirtschaft mit einer Marktöffnung markant schwächen will – wie er dies in seiner Gesamtschau zur Agrarpolitik vorschlug – dann ist das für uns inakzeptabel», sagte Ritter. Er sei aber offen für Gespräche.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von nathalie wernz (Frau Wer)
    Endlich -der Ruf nach 'fairen' Handelsbedingungen aus dem Munde hiesiger Bauernvertreter! (ev die Einsicht, dass die 'Logik des Marktes' (mehr, schneller, billiger..), nicht 'nur' Afrikanische Kakao-Bauern trifft?) Nun wäre noch zu definieren; WAS IST FAIR? + FAIR FÜR WEN? Und wieso ist gerade Emmi - im Besitz versch. Bauernverbände.., eine der 'schlimmen Preisdrücker'?!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Teuer und eine Schande für die Schweizer Bevölkerung und deren Gesundheit -- die fehlgeleitete, Volks-Steuergelder missbrauchende, NATUR und TIER vergiftende/zerstörende "Chemie-LW-Lobby": Agrarfoschung, BLW, BLV, BAG, Schweizer Bauernverband, Politik, Bundesrat,...!! Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Schweizer Volk und SteuerzahlerInnen = "Arbeitgeber"?? ""Falsche Leute, in falschen Positionen"!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die LW eines jeden Landes, ist für die "Ernährungssicherheit" der Bevölkerung verantwortlich! Aber nicht mit "Chemie en masse" und Schnellwachstums-Hormonen, welche die Gesundheit von NATUR, TIER und damit den MENSCHEN, als letztem Glied in der Nahrungskette (man ist, was man "fr-isst") massiv gefährden! Volks-Subventionen ja, aber für eine umsichtige, verantwortungsbewusste, nachhaltig öko-logisch wirtschaftende LW!!
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