Kleine Haushalte sind im Trend

Das Bundesamt für Statistik legt die Ergebnisse der Strukturerhebung vor. Demnach ist die Zahl der Privathaushalte kräftig gewachsen. Vor allem Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte haben zugenommen. Die Zahl der Grossfamilien ist hingegen abnehmend.

Familie am Tisch.

Bildlegende: Familienhaushalte machen mit rund 60 Prozent die Mehrheit aller 3,5 Millionen Haushalte der Schweiz aus. Keystone Symbolbild

Die Zahl der Privathaushalte in der Schweiz ist in den zehn Jahren seit 2000 kräftig gewachsen – um 14 Prozent auf rund 3,5 Millionen. Vor allem die kleinen Haushalte mit ein oder zwei Personen legten stark zu. Erstmals liegen auch Zahlen zu den Patchworkfamilien vor.

Diese so genannten Fortsetzungsfamilien, bei denen ein Elternteil oder beide Eltern Kinder aus einer früheren Partnerschaft mitbringen, machen 5,7 Prozent der Familienhaushalte mit Kindern unter 25 Jahren aus. Das zeigen die Ergebnisse der Strukturerhebung 2010 des Bundesamtes für Statistik.

Die Kleinhaushalte mit einer Person nahmen bis 2010 seit der Volkszählung 2000 um 18 Prozent auf 1,27 Millionen zu, jene mit zwei Personen um 19 Prozent auf 1,14 Millionen. Die Zahl der Haushalte mit drei Personen erhöhte sich um 15 Prozent auf 460'000, jene mit vier Personen um 1 Prozent auf knapp 430'000. Die Anzahl grösserer Haushalte ist rückläufig (-4 Prozent).

Kaum verändert hat sich in den letzten zehn Jahren die durchschnittliche Haushaltsgrösse. Sie betrug 2010 2,21 Personen pro Haushalt, gegenüber 2,29 im Jahr 2000. Die Bandbreite reicht von 1,9 Personen in Basel-Stadt bis zu 2,59 Personen in Appenzell Innerrhoden.