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Knatsch in Genf Nach Senkung der Tarife: Ärzte legen die Arbeit nieder

Nicht dringende Eingriffe wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Bundesamt für Gesundheit reagiert mit Kopfschütteln.

Legende: Video Ärzte in Genf streiken abspielen. Laufzeit 3:16 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 06.02.2018.
  • Genfer Ärzte sind aus Protest gegen gesenkte Tarife in den Streik getreten.
  • Den Protest begonnen haben die Handchirurgen, jetzt solidarisieren sich auch Gynäkologen, Orthopäden und Urologen.
  • Für Notfälle sind die Ärzte verfügbar. Nicht dringende Eingriffe haben sie auf unbestimmte Zeit verschoben oder schicken die Patienten in andere Kantone.

Besonders betroffen von den neuen Tarifen sind die privaten, ambulant praktizierenden Ärzte. Sie können ihre Operation laut eigenen Angaben nicht mehr kostendeckend durchführen, sonst würden diese finanziell nachbessern müssen.

Mario Bonaccio, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Handchirurgie hat für seine Kollegen in Genf Verständnis: «Ich bin froh, dass über dieses Problem nun öffentlich gesprochen wird, denn so kann es nicht weitergehen.» Wie lange die Genfer Ärzte ihr Moratorium aufrecht erhalten wollen ist noch ungewiss. Ob die Protesthaltung auch auf Ärzte in anderen Kantonen überschwappt wird sich zeigen.

Patienten als Spielball?

Beim Bundesamt für Gesundheit kommt die Reaktion der streikenden Ärzte in Genf nicht gut an. Jonas Montani: «Die Leistungserbringer sollten die Patientinnen und Patienten nicht als Spielball benutzen. Es muss eine gemeinsame Lösung erarbeitet werden, welche man dann dem Bundesrat vorlegen kann.»

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Aeschlimann (TinuAeschlima)
    Solange die CH bei der Ärztemigration einen riesigen Einwanderungsüberschuss aufweist, sind die CH-Ärzte auf extrem hohem Niveau am jammern. Die Ausbildung wurde ihnen von der CH finanziert im Gegensatz zu anglosaxischen Länder, wo Studenten das Studium selbst finanzieren. Für die KK bezahle ich mehr als 1 Monatslohn jährlich. Sie sollten den Gürtel engerschnallen, wie auch die KK-Mitarbeiter. KK-Werbeverbot! Die Schmerzgrenze ist überschritten und ich solidarisiere mich nicht mit dem Streick.
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      M.Aeschlimann WER bezahlt in der Schweiz seine Ausbildung selbst? WER finanziert die ewigen Studenten die nie einen Abschluss machen ? Auf WEN können wir am Besten verzichten? Ich denke die Antwort kann sich Jeder selber geben.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wer die "MACHT" erhielt und sie deshalb auch hat, kann diese auch ausnutzen und Druck machen auf die schwachen, offensichtlich unfähigen, aber teuren zuständigen Verantwortlichen von: BAG ((Bundesamt für Gesundheit)), "Gesundheits-Direktoren", ParlamentarierInnen/PolitikerInnen, Bundesrat!!!??
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die seit Jahren offenkundige Inaktivität, Unfähigkeit und Unzulänglichkeit der teuren zuständigen Verantwortlichen vom BAG (Bundesamt für Gesundheit) und den ebensolchen "Gesundheits-Direktoren", zum echten "Wohl" der Schweizer Bevölkerung, ist mehr als fragwürdig!!?? "Falsche Leute in falschen Positionen"!!
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      D.Casagrande interessant wäre zu erfahren wie viele die eben von Ihnen genannten "Spezialisten" vom BAG verdienen die keine Verantwortung übernehmen auch wenn die ganzen Gesundheitskosten aus dem Ruder laufen, vielleicht sollte man hier etwas näher hinschauen.
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