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Schweiz Kobane: Hilfeschrei der Schweizer Kurden

Tausende Kurden in verschiedenen Städten gegen die westliche Haltung im Kampf um die kurdische Stadt Kobane demonstriert – auch in der Schweiz. Mit dabei war Edibe Gölgeli, Basler SP-Politikerin mit kurdischen Wurzeln.

Aus sicherer Distanz schauen Menschen auf der ganzen Welt den IS-Terroristen zu, wie sie sich in die Stadt Kobane, unmittelbar an der Grenze zur Türkei, vorkämpfen. Die Kurden leisten dort Widerstand – ohne Hilfe der Türkei, ohne Hilfe aus der Luft. In mehreren Städten sind Tausende auf die Strasse gegangen, um auf deren verzweifelte Lage aufmerksam zu machen.

Auch Kurden in der Schweiz solidarisieren sich. Unter ihnen ist Edibe Gölgeli. Sie ist Präsidentin der Schweizerisch-Kurdischen Gemeinschaft und SP-Mitglied. Als in der Schweiz lebende Kurdin freue es sie einerseits, dass in den Medien wieder über die Anliegen der Kurden berichtet werde. «Aber umso bedauerlicher ist es, dass dies mit solch einer Tragödie einhergeht.» Nachrichten bekomme sie hauptsächlich über Twitter und Facebook. «Aber auch von den Angehörigen, die unter anderem auch in der Schweiz leben.»

Einheit angesichts der dramatischen Situation

Aktuell gehe es um Kobane, fährt Gölgeli fort. «Aber der IS hat seinen Angriff im Irak begonnen, gegen die Minderheit der Jesiden.» Kurden in Basel seien mehrheitlich alevitische Kurden. «Für sie ist die Message klar: Sie sind bedroht.» Viele von ihnen seien aufgrund des Krieges geflüchtet und hätten nun Angst um ihre Familie.

Trotz unterschiedlicher Religionen und Herkunftsländer würden sich die Angehörigen der kurdischen Diaspora als Einheit wahrnehmen, erklärt Gölgeli. «Wenn ich heute Kobane oder den Irak anschaue, so wurden die Kurden angegriffen. Hier haben die Leute ganz klar gezeigt, dass sie die gleichen Interessen haben.»

Doch wie aktiv sind die Kurden in der Schweiz? «In den letzten vier Wochen gab es sehr viele Aktivitäten. Gestern zum Beispiel gab es einen Spontanaufruf auf Social Media von den pro-kurdischen Partei in der Türkei, der HDP. Alle Kurden auf der ganzen Welt sollen aus Solidarität mit Kobane auf die Strasse gehen.» Sie selbst sei auch dabei gewesen – wie auch zahlreiche nicht-Kurden, gestern in Basel auf dem Marktplatz.

Dabei habe sie auch eine Frau angetroffen, die sich aktiv am Widerstand beteiligt habe: «Eine Kurdin, die hier Krankenschwester ist. Sie war in Surutsch, auf der türkischen Seite von Kobane.» Gölgeli hat denn auch einen Wunsch: «Mehr Delegationen oder Persönlichkeiten, die man dorthin schicken kann, die das Ganze beobachten, die aber auch Hilfeleistungen gewährleisten können.»

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Sevim Ekinci, Istanbul
    Diese ekligen Terroristen werden aus aller Welt ausgesucht und irgendwo hingeschickt wo sie unschuldige Menschen töten sollen. Hat nichts mit dem Islam zu tun. Um Gottes Willen. Also nennt sone widerlichen Terroristen nicht islam"isten". Wenn Türkei, Eu und USA helfen wollten, hätten sie es schon längst getan und die "isid's" längst bekämpfen können, stattdessen schauen sie zu, wie diese widerlichen Schweine mit Frauen- und Männerköpfen posieren, Kinder vergewaltigen und anschließend töten.
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  • Kommentar von Sevim Ekinci, Istanbul
    Überall diese spießigen und rassistischen Menschen... Keine Spur von Menschlichkeit, hauptsache "uns geht's gut, nech?! Wir Kurden kämpfen & demonstrieren seit Jahrzehnten für unser Land, dass wir es wieder zurückkriegen. Ihr habt kein blassen Schimmer was die Kurden in Türkei, Syrien, Irak und Iran alles aushalten müssten. Gefoltert, vergewaltigt, getötet... Deshalb sind die Kurden geflüchtet und sind jetzt überall auf der Welt verteilt...
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Ich staune über die Gutgläubigkeit vieler Bloggerinnen und Blogger, die immer noch glauben, man könne sich mit einer "neutralen" Haltung heraushalten. Ihr erinnert mich an den Witz, dass ein Mann mitten im Bombenhagel einer Stadt den Leuten zurief: "Dieser Krieg geht mich nichts an, ich bin ein neutraler Schweizer!" - Was das verlangte Zurückkehren nach Kurdistan betrifft: Erstens können das viele nicht (bezahlt IHR die Reisen?), zweitens leben viele schon als Eingebürgerte hier.
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