Kompetenzzentren sollen krebskranken Kindern helfen

Die Behandlung von krebskranken Kindern und komplizierte chirurgische Eingriffe – künftig wird dies nicht mehr in jedem beliebigen Spital durchgeführt. Damit soll sich auch Geld einsparen lassen.

Das Beschlussorgan der Kantone für hochspezialisierte Medizin hat entschieden: Krebskranke Kinder und Jugendliche sollen nur noch in neun kinderonkologischen Kompetenzzentren behandelt werden. Für die Behandlung von einzelnen, sehr seltenen Krebserkrankungen bei Kindern werden nationale Kompetenzzentren geschaffen.

Auch komplexe Operationen sollen nur noch in ausgewählten Spitälern vorgenommen werden. Es geht um aufwendige chirurgische Eingriffe an Leber, Bauchspeicheldrüse, Speiseröhre, Mastdarm sowie bei starkem Übergewicht.

Diese Eingriffe, die anfällig für Komplikationen sind, wurden bisher an einer Vielzahl von Schweizer Spitälern durchgeführt. Zum Teil habe es weniger als die zehn Operationen pro Jahr gegeben, die für den Kompetenzerhalt notwendig sind, teilte die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) mit.

Weniger Komplikationen, weniger Kosten

Neu sollen diese Operationen nur noch an Spitälern durchgeführt werden, welche über die dafür erforderliche Infrastruktur und das notwendige Fachpersonal verfügen sowie Erfahrung mit diesen komplexen Eingriffen haben.

Die Konsolidierung soll schrittweise über zwei Jahre erfolgen, um den betroffenen Spitälern eine Übergangsfrist zu geben. Durch die Konzentration werde das Komplikationsrisiko gesenkt und letztendlich würden auch bedeutende Kosteneinsparungen erzielt, heisst es laut der GDK. Die Entscheide treten Anfang 2014 in Kraft.