AHV-Abkommen Pristina «Kosovo bekämpft den Sozialmissbrauch»

Die Schweiz und Kosovo verhandeln über ein neues Sozialversicherungsabkommen. Schweizer Renten sollen wieder direkt nach Kosovo fliessen. Exponenten der SVP sind skeptisch. Pristina reagiert mit einer Vertrauensoffensive.

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«Wir machen häufige Kontrollen»

0:33 min, vom 12.3.2017

2009 hat die Schweiz das Sozialversicherungsabkommen mit dem Kosovo gekündigt – auch wegen Betrugsvorwürfen. Pensionierte Kosovaren mussten fortan in der Schweiz bleiben, um Rente zu erhalten.

Nun sollen kosovarische Gastarbeiter nach Hause kommen können. «Auch aus wirtschaftlichen Gründen. Sie bringen ihre Einnahmen nach Kosovo», erklärt Drin Haraqia. Er vertritt Pristina bei den Verhandlungen mit Bern.

SVP-Parlamentarier Maximilian Reimann knüpfte in der «Rundschau» von Mitte Februar seine Zustimmung für ein neues Abkommen an eine Klausel gegen Missbrauch.

Nicht nötig, kontert Haraqia auf Anfrage von SRF: «Wir haben bereits einen rechtlichen Rahmen und machen regelmässig Kontrollen vor Ort. Wir erhalten die Information, wenn jemand verstorben ist, und kündigen die Zahlung.»

Ende Juni sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein. Dann sind die Parlamente in Bern und Pristina am Zug.

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«Der wirtschaftliche Aspekt ist wichtig»

0:17 min, vom 12.3.2017

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Kampf um Rente

    Aus Rundschau vom 15.2.2017

    Sie haben teils Jahrzehnte in der Schweiz gekrampft und regelmässig in die AHV einbezahlt: kosovarische Staatsangehörige. Ihre rechtmässige Rente aber erhalten sie monatlich nur ausbezahlt, wenn sie in der Schweiz bleiben. Der Bericht über eine bürokratische Hürde, welche kosovarischen Rentnern den Lebensabend im Heimatland verunmöglicht.

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