Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Kriegsmaterialexporte 2020 Schweizer Rüstungsindustrie erreicht Allzeithoch

  • Schweizer Unternehmen haben 2020 für 901.2 Millionen Franken Kriegsmaterial in 62 Länder exportiert.
  • Das zeigen die neusten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco.
  • Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme um 24 Prozent und einem Anteil von 0.3 Prozent an der gesamten Warenausfuhr der Schweizer Wirtschaft.
Audio
Aus dem Archiv: Schweizer Waffen für Kriegsländer
04:04 min, aus Echo der Zeit vom 20.08.2018.
abspielen. Laufzeit 04:04 Minuten.

Die Kriegsmaterialausfuhren verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um 173.2 Millionen Franken auf 901.2 Millionen Franken.

Die Zunahme ist insbesondere auf grössere Geschäfte mit Dänemark, Indonesien, Botswana und Rumänien zurückzuführen. Grössere Geschäfte in der Berichtsperiode waren die Ausfuhr von gepanzerten Radfahrzeugen nach Dänemark (154.7 Millionen), die Lieferung von Flugabwehrsystemen nach Indonesien (111.3 Millionen) sowie Exporte von gepanzerten Radfahrzeugen nach Botswana (84.9 Millionen) und Rumänien (58.7 Millionen).

Betrachtet man die Kategorien von Kriegsmaterial, dann entfielen im Jahr 2020 37.5 Prozent auf Panzerfahrzeuge und 22.5 Prozent auf Munition und Munitionsbestandteile. 16.9 Prozent entfielen auf Feuerleiteinrichtungen, 11.6 Prozent auf Waffen jeglichen Kalibers und 4.1 Prozent auf Bestandteile zu Kampfflugzeugen.

SRF 4 News, 09.03.2021; 12:30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

117 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Soviel zu echtem, ehrlichen Humanismus: Schweizer "Konzern-Verantwortungslosigkeit" seit vielen Jahren weltweit = ausbeuterisch, zerstörerisch von Menschen-Existenzen!!
    "Kriegsmaterial-Blut-Geschäfte" = äusserst lukrativ für die Schweiz und zerstörerisch für Menschenleben- und Existenzen weltweit!!
    Alles aus egoistischer , skrupelloser Profitgier.....Wer dafür ist, macht sich am weltweiten Elend von Millionen von Menschen mitschuldig!
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Denise Casagrande: Vermutlich überschätzen Sie den globalen Impact der Schweiz massiv. Zudem geht es den meisten von uns in der Schweiz ja recht gut. Wir wollen alle ein angenehmes Leben haben, egal wer den Preis dafür bezahlt.
    2. Antwort von Sam Meier  (tsam39947)
      So ein Blödsin, wie wenn die Schweiz mit ihrer bescheidenen Rüstungsindustrie eine signifikante globale Wirkung hätte. Abgesehen davon, dass Schweizer Rüstungsgüter nur an Staaten verkauft werden dürfen, welche nicht in Konflikte verwickelt sind. Zugegebenermassen tauchen dann doch hin und wieder Schweizer Produkte in Konflikten auf. Nur finden diese Konflikte sowieso statt und entstehen nicht aufgrund der Schweizer Rüstungsindustrie.
  • Kommentar von Jörg Wombacher  (Dr. Fritz)
    Wenn ich mir (Ex-Soldat) vorstelle, dass wir mit all dem Geld für Waffen und Panzer allein für das Klima machen könnten, kommt mir die Galle hoch. Die Menschheit ist unübertroffen im Self-Destruct Modus. Kurzer Aufschrei durch die Medien, dann business as usual. Deprimierend. Sogar die CH Nationalbank bereichert sich mit solchen Geschäften. Exporte nach Deutschland, klar, und dann gleichwohl weiter nach Afrika etc. pp. Pfui!
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Jörg Wombacher: Mit Geld alleine ist das Klima nicht zu retten, sondern einzig und alleine, wenn wir keine Treibhausgase mehr emittieren. Unser aller Konsum ist zu hoch. An der gesamten Energieproduktion machen die fossilen Brenn- und Treibstoffe 80% aus. Wenn wir bis 2050 auf netto Null kommen wollen, steht uns ein harter Weg bevor. Wenn wir in der Schweiz unser Mini-Armeebudget streichen und für Klimamassnahmen einsetzen, haben wir 6 Mrd. Corona alleine kostete uns aber schon fast 100 Mrd.
    2. Antwort von Sam Meier  (tsam39947)
      Die Konfliktfreudigkeit und Gewaltbereitschaft der Menschen ist leider eine Realität und wird sich wohl nicht ändern. Solange das so ist, braucht es auch Armeen und Waffen zur Verteidigung gegen potenzielle Aggressoren.
  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Ausfuhr von Kriegsmaterial aus der Schweiz verbieten!

    Waffen liefern und dann erstaunt sein, dass sie in falsche Hände geraten, ist eine verlogene Haltung, die einmal bös bestraft werden wird, wie beim Bankkundengeheimnis! Die Flüchtlingsströme sind die sichtbarsten Zeichen dieses unheilvollen Geschäfts. Die Kriegsmaterialausfuhr ist eine Schande für das neutrale Rotkreuz-Ursprungsland Schweiz!
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Alex Schneider: Die Schweiz ist auf dem globalen Waffenmarkt eine quantité négligable. Wenn wir aussteigen, gibt es keinen einzigen Flüchtling weniger.
    2. Antwort von Sam Meier  (tsam39947)
      Wenn die Schweiz keine Rüstungsgüter liefert, wird das an den bewaffneten Konflikten auf dieser Welt nicht das geringste ändern. Die finden sowieso kaum mit Schweizer Waffen statt und es wird sie auch weiterhin geben.