Kronospan-Kantine in Menznau wird abgerissen

Eine Woche nach der Bluttat in Menznau (LU) mit vier Toten und sechs Verletzten sind der genaue Hergang und das Motiv des Täters noch unklar. Die betroffene Firma Kronospan hat inzwischen mit dem Abriss der Kantine begonnen, in der sich die Tat abspielte.

Video «Tatort abgerissen» abspielen

Tatort abgerissen

4:09 min, aus Schweiz aktuell vom 6.3.2013

Eine Woche ist es her, seitdem ein bewaffneter Mitarbeiter der Holzverarbeitungsfirma Kronospan im Luzernischen Menznau ein Blutbad anrichtete. Der Mann stürmte am Morgen bei der Znünipause in die Kantine und eröffnete das Feuer. Dabei kamen bisher vier Menschen ums Leben, darunter auch der mutmassliche Täter. Mehrere Personen befinden sich noch in Spitalpflege, bei zwei davon ist der Zustand nach wie vor kritisch.

«Schweiz aktuell» zeigt Bilder des Tatorts. Die Kantine, in welcher die Menschen starben, wird jetzt abgerissen, da die Mitarbeiter laut der Geschäftsleitung die Räumlichkeiten nicht mehr betreten wollen.  

Motiv ist unklar

Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft Luzern, sagt zu «Schweiz aktuell», dies stelle für die weiteren Ermittlungen kein Problem dar, da genügend Fotos gemacht wurden und alle nötigen Spuren sichergestellt seien.

Auch sieben Tage nach der Schiesserei kennen die Ermittler immer noch nicht den genauen Tathergang. Das Motiv des 42jährigen Schützen ist ebenfalls nach wie vor unklar.

Besonderes Augenmerk legen die Ermittler im Moment auf die genaue Todesursache des mutmasslichen Täters. Sicher ist, dass er an Schussverletzungen gestorben ist.

Die meisten Mitarbeiter arbeiten wieder

Ob er sich selber richtete oder ob eine andere Person auf ihn schoss, kann laut Simon Kopp erst dann beantwortet werden, wenn die schwerverletzten Zeugen im Spital befragt werden können. Dies könne noch Tage dauern. Eine Strafuntersuchung gegen Unbekannt sei bis jetzt nicht eröffnet worden.

Mittlerweile arbeiten wieder die meisten der Kronospan-Angestellten. Die Geschäftsführung will im Moment jedoch keine Stellung nehmen. Zu sehr seien sie mit täglichen Besuchen bei den Opferfamilien wie auch mit der schwierigen Leitung des Unternehmens beschäftigt.