Letta will jetzt punkto Steuern eine Lösung

Italiens neuer Regierungschef Enrico Letta braucht Geld, dringend. Das wird wohl ein wichtiger Grund sein, weshalb er jetzt das Steuerabkommen mit der Schweiz unter Dach und Fach bringen will.

Enrico Letta, Regierungschef

Bildlegende: Enrico Lettas Politik ist pragmatisch: Jetzt hat Italien das Geld aus der Schweiz nötig, darum ist er kompromissbereit. Reuters

Italien will in Sachen Steuern die Verhandlungen mit der Schweiz wieder aufnehmen. Jetzt sei ein «guter Zeitpunkt», eine Einigung zu versuchen, sagte Regierungschef Enrico Letta in Rom. Die Bedingungen seien vorhanden für ein «positives und vorteilhaftes» Abkommen.  

Italien und die Schweiz sind schon länger miteinander im Gespräch. Im Winter unterbrach Italien allerdings die Verhandlungen. Die damalige Regierung wollte verhindern, dass Steuersünder straffrei davonkommen.

Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf meinte darauf, sie glaube nicht, dass ein Abkommen mit Rom vor 2015 in Kraft treten könne.

Neben Italien hat auch Griechenland mit Bern Verhandlungen aufgenommen. Mit Grossbritannien und Österreich sind Abgeltungssteuer-Abkommen in Kraft. Mit Deutschland scheiterte das ausgehandelte Abkommen am Widerstand in der Länderkammer.