«Liebe Bahnreisende, hier spricht Ihr Computer»

Der SBB-Informatikchef Peter Kummer glaubt, dass der Beruf des Lokführers nicht mehr lange existieren wird. Kummer spendet aber Trost: Führerlose Züge gibt es auch in absehbarer Zukunft nicht. Der Verantwortliche heisst dann «Supervisor» und sitzt nicht unbedingt vorne.

Angesichts der zunehmenden Automatisierung der Eisenbahn sieht die SBB das Ende der Lokführer kommen. «Ich glaube, irgendwann einmal wird es den Beruf des klassischen Lokführers, wie wir ihn heute haben, nicht mehr geben», sagte SBB-Informatikchef Peter Kummer an einer Telekomtagung.
Wie die Automatisierung des Bahnsystems in 10, 20 oder 30 Jahren aussehen werde, wisse er selber nicht. Aber die Automatisierung werde sehr stark zunehmen.

Der Supervisor löst den Lokführer ab

«Wir werden immer mehr Möglichkeiten haben, den Zug direkt zu steuern», sagte Kummer. Es werde irgendwann einmal einen Supervisor für jeden Zug haben. «Ob der dann vorne in der Lok sitzt, kann ich nicht sagen.»

Erst vor wenigen Tagen gab die SBB ihr Sparprogramm bekannt. Die Schweizerischen Bundesbahnen wollen bis 2020 mindestens 900 Stellen abbauen.