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Schweiz Machtwechsel bei der Unia

Vania Alleva heisst die neue, alte Präsidentin der Gewerkschaft Unia. Die bisherige Co-Präsidentin übernimmt allein die Geschicke der Unia. Co-Präsident Renzo Ambrosetti geht in den Ruhestand.

Legende: Video Vania Alleva übernimmt bei der Unia abspielen. Laufzeit 18:00 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.06.2015.

Mit 45 Jahren an der Spitze der grössten Schweizer Gewerkschaft. Vania Alleva hat es geschafft. Die Delegiertenversammlung der Unia wählte sie in Bern mit deutlicher Mehrheit – es gab allerdings auch keine Gegenkandidatur.

Gegen Lohnabbau

Die schweizerisch-italienische Doppelbürgerin war 2012 ins Präsidium der Unia gekommen. Vorher war sie bereits seit 1997 für die Gewerkschaft tätig. Ausserdem ist die Seconda Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB).

In ihrer Antrittsrede rief die Präsidentin die Delegierten auf, sich entschieden gegen die Versuche bürgerlicher Kräfte zu wehren, die Löhne zu senken oder die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Auch gegen einen Abbau der Altersvorsoge sprach sich Alleva aus.

Arrivederci Renzo Ambrosetti

Gleichzeitig verabschiedeten die Delegierten in Bern den bisherigen Co-Präsidenten Renzo Ambrosetti, der im August pensioniert wird. Nach fast vier Jahrzehnten im Dienst der Gewerkschaften geht der Tessiner mit 61 Jahren in Pension.

«Mit seiner enormen Erfahrung im Industrie- und Gewerbebereich war Ambrosetti eine wichtige Integrationsfigur innerhalb der Gewerkschaft und gegenüber Arbeitgebern und Behörden», heisst es in der Unia-Mitteilung.

Ambrosetti wird aber andere Gewerkschaftsämter beibehalten, wie er der Gewerkschaftszeitung «work» sagte. Zum Beispiel führe er die internationale Gewerkschaftsarbeit weiter und er werde sich stärker auf seine Mandate im Tessin konzentrieren. «Doch auf jeden Fall will ich von Tempo 150 künftig auf 80 runter», sagte der Jurist weiter.

Zur Nachfolgerin von Ambrosetti in der Geschäftsleitung wählten die Delegierten Véronique Polito. Sie ist derzeit Zentralsekretärin des SGB.

13 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Italienisch-schweizerische DOPPELBUERGERIN, ein grosser Jahreslohn, von den (immer weniger) organisierten "Gewerkschafter(innen)" bezahlt und viele neue Forderungen und völlig übertriebene Ansprüche an die Arbeitgeber und Wirtschaft verlangen! Eine Migrantin mit Lebens- oder Vorteilmechanismus, von denen viele einfache SCHWEIZER nur träumen können! EIN Pass und dauernde Angst, etwas zu sagen oder zu schreiben, das ein Gerichtsverfahren auslösen könnte! Meinungsfreiheit JA, aber nicht für ALLE!
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    1. Antwort von H. Frühling, Bern / Zürich
      Da haben Sie aber wieder einmal sehr schlecht recherchiert. Die Vertretung der Arbeitnehmer stellt keine übertriebenen Forderungen an die Arbeitgeber. Vielmehr vertritt sie ihre Mitglieder sehr kompetent. Betrüblich ist höchstens Ihr Kommentar, in welchem die Vertreterin der Arbeitnehmer aufgrund ihrer Staatszugehörigkeiten von Ihnen heruntergemacht wird. Als rechter Schweizer müssten Sie doch der Forderung zustimmen, dass jeder Arbeiter einen gerechten Lohn erhält: Gute Arbeit = guter Lohn!
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    2. Antwort von A. Spengler, Aarau
      @Frühling Da haben Sie aber wieder einmal sehr schlecht recherchiert. Die Vertretung der Arbeitnehmer stellt sehr wohl übertriebenen Forderungen an die Arbeitgeber. Direkt vom Lohn abziehen. Dann ist die Unia und der ganze Gewerkschaftsfilz (Thema Korruption und wie die im Parlament starke SP alles durchwinkt was die Gewerkschaften wollen) interessieren sich dann auch nicht für den einfachen Mann/Frau sondern nur mediale Grossereignisse, was mehr Mitglieder und Einnahmen für die Linken bringt
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    3. Antwort von Hanspeter Liechti, Esslingen
      Es gibt Lokomotivführer, welche immer profitiert haben, wenn die Arbeitnehmerorganisation etwas für sie erreicht hat.
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  • Kommentar von Daniel Bodenmann, Appenzell
    Schön; mit 61 in die Pension....geht vermutlich auch nur mit Wasser predigen und Wein trinken. Bin gespannt ob sich die UNIA weiterhin dafür einsetzt die CH-Wirtschaft mit Vollgas in die Wand zu fahren oder doch noch ein Funken Vernunft auftaucht.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Zeigen Sie mir den, der noch bis 65 Jahre arbeitet, bevor Sie solche Worte schreiben !! Haben Sie es noch nicht mitbekommen, dass heute sogar die meisten Arbeitgeber danach streben, ihre Angestellten so früh wie möglich in die Pension "abzuschieben"? Wer heutzutage noch bis 65-jährig arbeiten will - zum Beispiel einer mit einem "Pösteli" in der kantonalen Verwaltung von Appenzell Innerrhoden -, gilt sogar in Ihrem idyllischen Halbkanton als "Tubel". Soo sieht die Wirklichkeit aus.
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  • Kommentar von Peter Stuber, Schaffhausen
    Was verdient man denn so als Gewerkschafts-Präsi?
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    1. Antwort von D. Becker, Gebenstorf
      Sicher bedeutend weniger, als wenn man, wie der ehemalige SVP-Gemeindeammann von Menziken, sein Hotel an den Kanton vemietet und viel Geld für die Unterbringung von Asylanten bekommt!!!
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    2. Antwort von u.felber, luzern
      sicher zu viel, für das was er bringt...
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    3. Antwort von Elio Marazzi, Thun
      Sie würden staunen für wie wenig Geld die Gewerkschaftsleute 50 - 100 Stunden pro Woche für ihre Miglieder Enormes keisten. Das sind keine Staatsbeamten!
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    4. Antwort von Martin Kieser, Oberhofeb
      Er ist immerhin Jurist. Könnte sein, dass andere Juristen bedeutend mehr einheimsen als es bei den Gewerkschaften möglich ist.
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    5. Antwort von B. Bühlmann, Escholzmatt
      Bestimmt um einiges weniger als der Präsident des Arbeitgeberverbandes.
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