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Schweiz Mahnende Worte von Maurer am Neujahrsempfang

Bundespräsident Ueli Maurer hat den Neujahrsempfang des diplomatischen Korps in der Schweiz für mahnende Worte genutzt. In seiner Ansprache appellierte er an die mächtigen Staaten, die kleineren Länder als ebenbürtige Partner zu behandeln und Recht vor Machtpolitik zu setzen.

Legende: Video Maurer kritisiert Machtpolitik der Grossen abspielen. Laufzeit 2:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.01.2013.

Marschmusik, Hufgeklapper und viele Limousinen: Zahlreiche Schaulustige haben in Bern den Neujahrsempfang des diplomatischen Korps mitverfolgt. Vertreter von über 100 Staaten kamen. Der apostolische Nuntius, Diego Causero, überbrachte als Doyen des Diplomatischen Korps die Grüsse der ausländischen Gäste. Anwesend waren auch EDA-Chef Didier Burkhalter, Nationalratspräsidentin Maya Graf und Ständeratspräsident Filippo Lombardi.

Die Stärkeren und das Recht

Seine Rede, eine Neuauflage der Neujahrsansprache, widmete Maurer dem Thema Recht und Macht. Nach einem historischen Exkurs vom Bundesbrief  bis zur Uno-Charta betonte er die Souveränität und Gleichberechtigung der Staaten. Er sei besorgt, dass die Lehren aus der Vergangenheit angesichts von Schuldenkrise und  weltweiter Rezession vergessen werden könnten.

Denn mit den wachsenden Interessenkonflikten wachse auch die Versuchung, die Kleineren nicht mehr als ebenbürtige Partner zu akzeptieren, warnte Maurer. Und weiter: «Warum sollte ein grosser Staat mit einem kleineren Staat lange und kompliziert verhandeln, wenn er ihm doch einfach seine Forderungen diktieren kann?»

Kavallerie und stramme Rhythmen

Die Missionschefs waren gegen 15 Uhr im Gefolge der kutschierten Berner Behörden beim Bundeshaus eingetroffen. Mehrere hundert Schaulustige verfolgten bei tiefen Temperaturen und fahler Wintersonne den knapp einstündigen Anlass auf dem Bundesplatz. An der Bundesgasse stauten sich die Limousinen.

Eskortiert wurden die Diplomaten von der berittenen Kantonspolizei Bern und den Berner Dragonern 1779 in ihren historischen rotgelben Uniformjacken - Dreispitz auf weisser Perücke inbegriffen. Über 30 Pferde waren neben einem grossen Polizeiaufgebot für den Empfang im Einsatz.

Keine Soldaten im Bundeshaus

Das Ehrenspalier auf dem Bundesplatz stellte die Nachschub-Rückschub-RS Freiburg. Für musikalischen «Schub» sorgte das Rekrutenspiel 16/III aus Aarau.

Der Wunsch Maurers, Soldaten zum Spalier ins Bundesbaus zu lassen, ging allerdings nicht in Erfüllung. Er habe dreimal leer geschluckt, sagte er Ende Jahr in der «Samstagsrundschau» zum ablehnenden Entscheid. Es lohne sich aber nicht, die Welt für einen halben Tag auf den Kopf zu stellen: «Dann leben wir halt mit dem, was gegeben ist, und das ist ja gut.»

14 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    A, Planta Chur, Herr Maurer ist der einzige Bundesrat, welcher zu seiner Meinung steht und zudem sich für das Schweizer Volk einsetzt.Ihre Bundesrätin EWS ist in meinen Augen eine schlechte Bundesrätin und hat sich das Amt durch die Linken ergattert. Da die Medien samt FDP, SP und CVP gerne aus Eigeninteressen in die EU möchten, wird die SVP samt ihrem Bundesrat tagtäglich in Misskredit gebracht. Wobei alles nützt nichts, wenn das Volk die linken Spielchen nicht mitmacht.
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    1. Antwort von A. Planta, Chur
      Der Murer Ist bis jetzt negativ in Sachen Flugzeugbeschaffung aufgefallen. Auch die grossmundige Ankündigung von der besten Armee der Welt ging in die Hosen. Aber wie gesagt: grosse Worte - kleine Taten, da lassen sich leider zu viele Leute einlullen.
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  • Kommentar von grudvro, Adliswil
    Ich bin zuversichtlich, wenn es einer schafft den grossge...EU-Staaten paroli zu bieten, dann ist dies unser BP U.Maurer. An D.D.aus Mierendorf Die Butter vom Brot nimmt ihnen der eigene Staat weg, die Bonzen aus D haben dies lange erkannt und ihre Kohle am Fiskus vorbei ins Ausland geschafft. Ergo, wer also sind die Ganoven? Ja richtig erkannt, genau die, welche das Geld am Staat vorbei verschwinden lassen.
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  • Kommentar von David Darius, Mierendorf
    Die "mahnenden Worte" von Maurer kommen wohl den durch exzessive Steuergestaltung und Schwarzgeld geschädigten Ländern so vor, als würde ein Dieb rufen: Haltet den Dieb, welcher damit die Polizei. meint. Da kann natürlich von Missachtung von Klein - und Zwergstaaten, die einem auf der Nase herumtanzen und einem die Butter vom Brot nehmen, nicht die Rede sein. Manche verstehen eben wie unartige Kleinkinder nur eine Sprache, nämlich Druck. In der CH wäre Selbsterkenntnis bitter nötig.
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