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Schweiz Mark Pieth: «Blatter hat wohl Angst»

Der Fifa-Kongress auf Mauritius ist zu Ende. Die Probleme des Verbands sind aber längst nicht vom Tisch. Für Mark Pieth, Leiter der Fifa-Reformen, ist klar: Für Veränderungen braucht es Mut.

Legende: Video Gast: Mark Pieth abspielen. Laufzeit 29:00 Minuten.
Aus Schawinski vom 03.06.2013.

Der Fifa-Kongress auf Mauritius ging für einige Kritiker zu wenig weit. Das sieht Mark Pieth ähnlich. In «Schawinski» sagt der Schweizer Korruptionsexperte und Leiter der Fifa-Reformen: «Sie hat eine Chance verpasst, sich ein gutes Licht zu stellen.» Die Fifa müsste ihre Mentalität ändern, «aber das hat sie noch nicht begriffen».

Pieth zeigt aber auch Verständnis dafür, dass manche Dinge länger dauerten. «Es handelt sich um einen Prozess.» Veränderungen bräuchten Zeit. Und Mut. Es sei schade, dass die Fifa diesen noch nicht habe.

Offenlegung der Löhne: Ein Muss

Trotzdem dürfe nicht ausser Acht gelassen werden, dass auch wichtige Forderungen durchgesetzt wurden. Unter anderem die Verbandsjustiz. «Wir haben den besten Richter und den besten Staatsanwalt. Und mit dem neuen Ethikreglement hat Herr Blatter keinerlei Möglichkeit, deren Arbeit zu verhindern. Sie sind vollkommen selbstständig tätig.»

Mindestens ein Knackpunkt bleibt nach wie vor ungelöst: die Offenlegung der Gehälter. Für Pieth ein Muss. Es werde passieren, «aber nicht von heute auf morgen». Vermutlich, so Pieths Meinung, hat Blatter vor seinen afrikanischen und asiatischen Kollegen Angst, sollte er seinen Lohn öffentlich machen.

Legende: Video Fussballkönig unter Reform-Druck abspielen. Laufzeit 9:37 Minuten.
Aus Rundschau vom 29.05.2013.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Beaumont, Pfäffikon
    Aber Herr Blatter sollte seine Vergütungen, offen legen. Der CEO einer Weltfirma mit 1,2 Milliarden Umsatz verdient auch ein hohes Salär solange der Gewinn stimmt und die Schummeleien aufhören. Die neuen Kontrollorgane werden sicher ihre Arbeit machen, und die Töne aus München werden jetzt bestimmt etwas leiser.
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  • Kommentar von Paul Beaumont, Pfäffikon
    Kritik ist immer einfach, besser machen ist nicht immer einfach. Die Korruption in der Fifa war scheinbar offensichtlich. Das war so. Ist es immer noch?? Vergessen wir nicht, dass da Herren sitzen aus der ganzen Welt, wo Korruption zum Tagesgeschäft gehört. Die Regierungszeit von Herrn Blatter ist gezeichnet von enormem Erfolg, finanziell und sportlich. Wahrscheinlich werden die Töne aus München jetzt etwas leiser. Was die Finanzen anbelangt ist der Schweizer Sitz für die Fifa ein Traum.
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  • Kommentar von Heinz Binggeli, Solothurn
    Wenn der Fussball Kongress der Meinung ist der Lohn für Ihre Angestellten stimmt ist das das eine. Aber wenn solche Milliarden Unternehmen keine Steuern zahlen dann geht das auch uns etwas an!
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