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Schweiz Mauch will mehr Gewicht für die Städte

Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch macht einen weiteren Vorstoss für eine Vertretung der Städte im Ständerat. Gemeinden mit über 100'000 Einwohnern sollen ihrer Ansicht nach in der kleinen Kammer einen eigenen Abgeordneten stellen.

Porträt Mauch
Legende: Mauch möchte einen Ständeratssitz für die Städte – unter anderem wegen ihrer Wirtschaftskraft. Keystone

Seit 1848 habe sich am politischen System der Schweiz kaum etwas geändert, stellte Mauch in einem Interview mit der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche» fest. Die Region Zürich repräsentiere heute aber 20 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Obwohl einige Quartiere alleine gleich viele Einwohner wie der Kanton Uri hätten, habe Zürich dennoch nur zwei Ständeratssitze.

Es gehe nicht nur um die wirtschaftliche Kraft. Soziale Entwicklungen begännen mehrheitlich in den Städten, sagte sie weiter. Als Beispiel nannte sie die Drogenpolitik, die in den 1990er-Jahren als Reaktion auf Zürcher Probleme auf nationaler und sogar internationaler Ebene zum Vorbild geworden sei.

Momentan kaum möglich

Mauch gibt sich allerdings realistisch: Heute gebe es keine Mehrheit für eine Städtevertretung im Ständerat. Manchmal brauche es aber eben etwas Zeit für eine Veränderung. Das habe sich schon bei der Einführung des Frauenstimmrechts gezeigt, fügte sie an.

Die Forderung nach einem Ständeratssitz für die Städte ist in den vergangenen Jahren regelmässig laut geworden. Unter anderen brachte schon der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät die Idee ins Spiel. Der Nationalrat lehnte eine entsprechende parlamentarische Initiative Ende 2010 deutlich mit 113 zu 41 Stimmen ab.

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin, 8903 Birmensdorf
    Dass die Stadtzürcher Frau Mauch wählen ist ihre Sache, ansonsten hat sie nichts zu sagen. Wir wollen keine Rosthaufen (Hafenkräne) und pseudo-Künstler auf dem Land.
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    na ja Frau Mauch sie glauben wirklich noch an den Weihnachtsmann. Die Gesellschaft wird rechter und nicht linker und deshalb sind ihre Gedanken oder was auch immer auf Sand gebaut.
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  • Kommentar von K. Räschter, Schweiz
    Soweit kommt es noch, dass die Linken mit ihrer städtischen Fehlpolitik auch auf dem Land Einfluss nehmen wollen. Kommt gar nicht Frage. Aber es ist wieder einmal typisch für gewisse Politiker, welche keine Ahnung von Politik haben. Zum Mitschreiben für Frau Mauch: Stände sind Kantone und nicht Städte. Wie schon vorgeschlagen, soll Frau Mauch den Vorschlag bringen, aus Zürich zwei Halbkantone zu machen: Zürich-Stadt und Zürich-Land. Dann hat die Stadt Zürich einen Ständrat.
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