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Schweiz Maurer an Offiziers-Versammlung zwischen Stühlen und Bänken

Es ist die Jahresversammlung der Offiziersgesellschaft in Thun. Und ihre Mission ist klar: Die Armee soll wachsen, teurer werden. Kein einfaches Unterfangen für Militärminister Ueli Maurer, sich da zu erklären.

Ueli Maurer.
Legende: Ueli Maurer in der Bredouille: Seine Armee ist an Vorgaben aus Bundesbern gebunden. Zum Unmut der Offiziere. Keystone/archivbild

Die Armee wird durchgerüttelt. Und die Offiziere haben langsam aber sicher einen dicken Hals. Sie nutzen ihre Zusammenkunft in Thun (BE) für eine klare Botschaft: Sie wollen eine Armee mit mindestens 100'000 Mann und einem Budget von mindestens 5 Milliarden Franken. Wenn sie das nicht bekommen, herrscht Krieg. Will heissen: die Offiziere gehen auf die Strasse. Unterschriften sammeln. Für eine Volksinitiative.

Aber noch ist es nicht soweit. Bundesrat Ueli Maurer will Stellung beziehen. Keine einfache Mission – der Ständerat will die Schuldenbremse nicht lockern, der Kauf neuer Kampfflugzeuge ist blockiert.

Plötzliche Einsätze möglich?

Derzeit befinde sich die Armee auf einer schiefen Ebene, erklärt Maurer. Um das zu verdeutlichen, stellt er ein Glas Wasser auf das schräge Rednerpult, es kippt. Scherben bringen Glück. Die Armee könnte es brauchen, berichtet Radio SRF.

Denn die Bedrohung lässt nicht auf sich warten. Krieg über das Internet, Unruhen oder Ausschreitungen könnten einen Armeeeinsatz notwendig machen. Die Truppe ist laut Ueli Maurer aber nur bedingt einsatzbereit.

Nur für einen Drittel der Soldaten sei die Ausrüstung vorhanden. Maurer will deshalb mehr Ausrüstung und wieder ein System zur Mobilmachung. Mehr Ausrüstung aber heisst mehr Geld und derzeit ist noch nicht einmal das Geld für die neuen Kampfjets gesichert.

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Oh mein Gott, was sind das für Männer? Haller und Co. voller Selbstmitleid und Emotionen. die würden ihr Heimatland für ein Butterbrot verkaufen. Die Armee muss nicht das Bedürfnis von einzelnen frustrierten Männern befriedigen. Die Armee ist da um unser Land und seine Bevölkerung zu beschützen. Wo führt das noch hin mit den vor Selbstmitleid triefenden Männern.
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    1. Antwort von O. Toneatti, Bern
      Verena Eberhard: Auch Frauen dürfen Militärdienst leisten. Haben Sie das auch schon gemacht? Können Sie sich nicht vorstellen, dass viele Männer, die Militärdienst leisten MUESSEN, sich gelegentlich fragen, ob sie die reichen Geldsäcke in der Schweiz verteidigen sollen oder ob es sich wirklich lohnt, ihre 3-Zimmermietwohnung, mit einem Blumenkistchen auf dem Balkon, zu verteidigen. MfG OT
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  • Kommentar von C.E.C.Yeager, Schweiz
    Was für ein Witz. Für wass soll man bitte das Militär der Schweiz aufstocken? Als Offensieftruppe: 100000 Mann gegen die Welt? Als Deffensieftruppe um unser Land vor einer NATO-Invassion zu verteidigen? Das ist ein Witz!!! Wen die wollen sind 30:1 Einsatzkräfte kein Problem. Egal wie viele Männer/Frauen engesetzt werden, mehr als lokale Presenz, Luftpolizei, und Humanitäre Hilfe ist einfach nicht realistisch
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Fakt ist, dass did links-grünen Heimatmüden dem SVP Minister Maurer den Job zur Sau machen wollene
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Fakt ist aber auch, dass sogar die "eigenen Parteifreunde" in den Rücken fallen um sich zu profilieren. Tis Jenni hat sich im Ständerat ziemlich populistisch gegen die Gripen-Vorlage gewandt, sehr zur Freude der GSoA und Co. - Das spricht Bände !
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