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Schweiz Maurer: «Bund übernimmt Defizit-Garantie für Olympia»

Bundespräsident Ueli Maurer sorgt mit einer Aussage zur Olympia-Kandidatur des Kantons Graubünden für Staunen: Überraschend bestätigt er, dass der Bund die Defizitgarantie übernehmen würde – selbst dann, wenn die Kosten eine Milliarde übersteigen.

Legende: Video «Maurer: Defizitgarantie so oder so» abspielen. Laufzeit 1:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.02.2013.

Sportminister Ueli Maurer hat zu einer politische Pirouette angesetzt, welche bei den Befürwortern einer Bündner Olympiakandidatur Freude auslöst. Bislang hat er immer beteuert, der Bund leiste eine Defizitgarantie bis maximal eine Milliarde Franken.

Was aber, wenn das Defizit doch höher ausfällt? Dann müsste halt doch der Bund bezahlen, sagt Maurer nun und ist gleichzeitig optimistisch, dass dies nicht der Fall sein wird. Im «SonntagsBlick» räumte er ein, dass «im schlimmsten Fall» – wenn die Milliarde überschritten wird – der Bund für das Defizit aufkommen müsste, und nicht der Kanton Graubünden.

Organisatoren müssen rapportieren

Maurer ist überzeugt davon, dass der Bund bei den geplanten Olympischen Winterspielen 2022 in Graubünden aber keine finanziellen Abenteuer eingeht. Die Eidgenossenschaft werde die Einhaltung des Kostendachs strikt überwachen.

Wenn es teurer werde, müsse das Projekt redimensioniert werden, ansonsten «brechen wir das Projekt noch vor der Vergabe ab», bekräftigte Maurer in Interviews mit dem «SonntagsBlick» und der «SonntagsZeitung».

Das Organisationskomitee werde gegenüber dem Bund regelmässig rapportieren. «Wir werden nötigenfalls Korrekturen verlangen», sagte Maurer weiter.

Am Freitag hatten die Bündner Olympia-Promotoren ein überarbeitetes Budget präsentiert, das die Finanzierungslücke von rund 1,3 Milliarden auf die vom Bund in Aussicht gestellte 1 Milliarde Franken drückt. Gekürzt wurde das Budget vor allem bei temporären Bauten.

16 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kohler, Uttwil
    Ja wenn der BR Mauerer sagt, dass der Bund das Kostendach überwacht, dann beruhigt mich das schon. Falls nicht, können die Spiele ja auch auf Bürozeiten an Werktagen analog der Einsatzfähigkeit der Luftwaffe reduziert werden.. :-)
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 stans
    Es bleibt doch nur zu hoffen, dass Olympia die Schweiz beehrt. Dann wird der Schweizer Luftraum im Jahre 2022 ausser dem WEF auch während den olympischen Spielen - das sind immerhin ein paar Wochen - rund um die Uhr von der Schweizer Luftwaffe überwacht. Wäre doch super, nicht wahr, Herr Maurer?
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Da lassen sich bequem Olympische Spiele in einem Kanton befürworten, wenn sich ev. finanzielles Debakel auf die Bundeskasse abwälzen lässt. Die Euphoriker glauben wohl, dass das Image der Schweiz durch diesse Monsterevent aufpoliert würde. Nach ein paar Wochen ist der ganze Zauber vorbei und die Schweiz wird wieder von allen Seiten aus bekannten Gründen "beschossen".
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