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Schweiz Maurer: «Kein wirklich krimineller Akt bei Blatter»

Die jüngsten Vorgänge bei der Fifa interessieren auch Bundesrat Ueli Maurer. Als Sportminister hatte er öfter mit der Fifa zu tun. Als künftiger Finanzminister hat die Besteuerung des Fussballverbands mit Sitz in Zürich aber keine Priorität.

Beide Männer sitzen nebeneinander.
Legende: Zwei Männer, die sich gegenseitig schätzen: Sepp Blatter und Ueli Maurer (anlässlich des Fifa-Kongresses vom 28. Mai). Keystone

SRF News: Fifa-Präsident Josef Blatter und Uefa-Präsident Michel Platini wurden von der Fifa-Ethikkommission Anfang Woche für acht Jahre von allen Aktivitäten im Fussball ausgeschlossen. Was halten Sie als Sportminister von diesem Verdikt?

Ueli Maurer: Sicher ist das Signal, dass man Sanktionen ausspricht, absolut notwendig. Nach wie vor stelle ich fest, dass man Sepp Blatter keinen wirklichen kriminellen Akt vorwerfen kann. Aber er hat ja wahrscheinlich schon einiges gewusst. Sein Fehler, wenn man das jetzt aus heutiger Sicht beurteilt, war, nicht eingegriffen zu haben.

Ärgert es Sie, dass die USA die Schweiz quasi auf das Problem aufmerksam machen musste?

Nein, die sollen machen, was sie wollen und für nötig halten.

Wie beurteilen Sie die Gefahr einer Rufschädigung der Schweiz wegen der Fifa-Geschichte?

Ich habe nicht das Gefühl, dass das als Schweizer Problem wahrgenommen wird, sondern als Fifa-Problem.

Werden Sie als Finanzminister die Besteuerung der Verbände anpacken?

Nein, Sportverbände sind für das internationale Image der Schweiz ausserordentlich wichtig. Wir haben auch wegen den Sportverbänden einen guten Ruf. Es sind hervorragende Arbeitsplätze hier in der Schweiz. Für das Prestige und das Image ist Sport wichtig. Es gibt hier keinen Grund, eine Änderung anzupacken.

Das Gespräch führte Sarah Nowotny.

32 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Lese gerade den hoch interessanten Beitrag hier im Forum von Frau Ursula Schüpbach aus Biel, Herr Maurer gehöre ohnehin zu einer Partei, die sich gerne für Steuerhinterzieher einsetzt . Das ist eine Aussage die ich in dieser Form noch nie gelesen habe und mich zum nachdenken anregt , ob ich diese Aussage auch gegen sie Frau Ursula Schüpbach verwenden darf ? 17h 20
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Nun wird Herr Maurer so liebenswürdig mit dem Herrn Blatter gezeigt , ( was will man damit zum Ausdruck bringen ? Jaa gar, dass Herr Maurer hier mit Verdacht in Verbindung gebracht wird ? Ein Bild mit der Frau Sommaruga wäre doch schön oder ?) auch ich sehe nicht , dass Herr Blatter kriminell gehandelt hat - zu Gutmütig ja , aber immer noch in seiner Kompetenz . 16h45
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  • Kommentar von Ursula Schüpbach (Artio)
    "Nein, Sportverbände sind für das internationale Image der Schweiz ausserordentlich wichtig. Wir haben auch wegen den Sportverbänden einen guten Ruf. Es sind hervorragende Arbeitsplätze hier in der Schweiz. Für das Prestige und das Image ist Sport wichtig. Es gibt hier keinen Grund, eine Änderung anzupacken." Es geht also bloss um Prestige u. Image. Da braucht man überhaupt keinen Sport mehr zu machen. Ferner gehört Maurer ohnehin zu einer Partei, die sich gerne für Steuerhinterzieher einsetzt.
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    1. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      U. Schüpbach ich bin mir nicht sicher ob "nur" die SVP wie Sie sagen, den Steuerhinterzieher helfen, oder ob es nicht noch andere Parteien gibt, FDP und CVP, diese waren "früher" doch alle auch Bürgerlich. Der Grund für eine Veränderung, wird er erst feststellen können, wenn er im Finanzdepartement sein Amt aufnimmt. Dann wird er auch beurteilen können, wenn das Verfahren abgeschlossen ist, denke ich.
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