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Schweiz Maurer sagt Armee Ade

Ueli Maurer gibt auf Ende Jahr seinen Posten als Verteidigungsminister ab. An seiner Jahresmedienkonferenz in Adelboden hat er einen Rückblick auf seine Amtszeit gewagt und seine grössten Erfolge und Niederlagen umrissen.

Legende: Video Ueli Maurer zieht Bilanz abspielen. Laufzeit 2:12 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.12.2015.

Bundesrat Ueli Maurer hat an seiner Jahresmedienkonferenz in Adelboden Bilanz über seine Amtszeit als Verteidigungsminister gezogen. Er verlasse das Departement mit einem guten Gefühl, sagte er und umriss Höhe- und Tiefpunkte seiner sieben Jahre als VBS-Chef.

Grösster Erfolg

  • Die Armee hat künftig mehr Geld zur Verfügung, als dies in den letzten Jahren der Fall war.

Laut Maurer wird das Armeebudget «nicht mehr den ständigen Beschlüssen des Parlaments ausgesetzt sein.» Die Armee werde über die nächsten vier Jahre gegen fünf Milliarden Franken jährlich kosten dürfen. Maurer konnte sich mit Hilfe des Parlaments gegen einen tieferen Budget-Vorschlag des Bundesrates durchsetzen.

Grösste Niederlage

  • Das Nein zum Kauf von Gripen-Kampfflugzeugen an der Urne
Ueli Maurer vor einem blauen Himmel.
Legende: Der scheidende Verteidigungsminister hat in Adelboden einen Rückblick auf seine Amtszeit gemacht. Keystone

«Das Flugzeug ist das Projekt, das uns nicht gelungen ist», stellte Maurer fest. Ohne Namen zu nennen, schob er die Schuld für den Misserfolg seinem Vorgänger Samuel Schmid in die Schuhe. «Ich habe die Flugzeuggeschichte geerbt», sagte der Verteidigungsminister. Beim Projekt-Start im Jahr 2004 sei die Situation falsch eingeschätzt worden. Man sei von Kosten in der Höhe von 2 Milliarden Franken ausgegangen, obwohl am Ende 3,5 bis 5,5 Milliarden nötig gewesen wären.

Armee in gutem Zustand

Ausserdem lobte Maurer, dass die Armee mittlerweile in gutem Zustand sei. Bei seinem Amtsantritt sei sie noch sehr schlecht aufgestellt gewesen. Die Logistik habe nicht funktioniert, die Truppen seien nicht voll ausgerüstet gewesen, die Armee sei administrativ nicht geführt worden. «Die Situation war ausserordentlich dramatisch und gefährlich für die Armee», sagte der scheidende Verteidigungsminister.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von F Selvä (Liberal)
    Es ist Schade, dass Sie von der Armee gehen. Viel besser als Sie könnte man dieses schwierige Departement (da kann man eigentlich nichts gewinnen, nur verlieren) verlassen. Aber ich freue mich auf ihre Arbeit als Finanzminister. Anhand Ihrer Vorgängerin in diesem Departement können Sie dort fast nur verlieren. Herrlich wenn Linke Parteisoldaten Sie kritisieren, weil Sie 1 Abstimmung verloren haben. Ihre ehrenwerte Kollegin Frau Sommaruga verlor gleich deren 3 wichige Abstimmung. Da schweigen die
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Angesprochen auf seine Niederlage mit dem Gripen antwortet der Maurer Ueli: «Habe ich geerbt!» Dieses Beispiel zeigt, dass der SVP-ler ein schlechter Verlierer ist & im Grunde genommen auch charakterlich eher bedenklich handelt.Wer so aus seinem Amt scheidet, wird auch in der neuen Aufgabe alle Schuld auf die Vorgängerin schieben! Bedenklicher Politiker! Wir werden mit Maurer als Finanzminister noch böse erwachen. Wie mit der Armee! Selbstgefällige Lobhudelei ist das Kerngeschäft dieser SVP-ler!
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    1. Antwort von F Selvä (Liberal)
      " «Habe ich geerbt!»" Wo bedeutet diese Aussage, welche einfach einen Fakt aussagt, dass er die Schuld bei anderen sucht? Dieser Gripen hat nun mal nicht er in die Wege geleitet. Wo gibt er die Schuld anderen, bitte zitieren. Immer das gleiche egal was sie machen oder sagen..Immer böse SVPler, gell
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Schüpbach: Normalerweise sollte man über die konkrete Vorlage abstimmen und nicht über eine Kampagne für ein oder gegen eine Kampagne. Wohlverstanden, normalerweise sollte man es genau so tun. Und ach ja, zu jener Zeit wurde lediglich über ein Budget abgestimmt, nicht über das Flugzeug. Aber einige Medien aber machten da eine Abstimmung über eine Typenauswahl draus, obwohl es immer nur um's Budget gehen konnte. NB: Gegen die Armee stimmen ist Kult geworden in unserem Land.
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