Maurer zur Spähaffäre: «Das geht so nicht»

Bundespräsident Ueli Maurer findet deutliche Worte für die möglichen Spähattacken des US-Geheimdienstes. Wer Freunde bespitzele, störe jede vertrauensvolle Zusammenarbeit, so Maurer in «10 vor 10». Nach seinen Worten wird derzeit untersucht, ob auch die Schweiz von den Abhöraktionen betroffen ist.

Video «Ueli Mauerer äussert sich zur NSA-Abhöraffäre» abspielen

Ueli Mauerer zur NSA-Affäre: «Das geht so nicht»

0:57 min, aus 10vor10 vom 25.10.2013

Bundespräsident Ueli Maurer hat mit deutlichen Worten auf die amerikanischen Lauschangriffe reagiert. «Das geht so nicht», sagte Maurer gegenüber «10 vor 10». Man könne nicht Freunde bespitzeln. «Sonst wird jede vertrauensvolle Zusammenarbeit gestört.» Das gelte auch für die mächtigen USA.

Nach Maurers Worten ist noch nicht klar, ob die Schweiz möglicherweise ebenfalls von Spähattacken betroffen ist. «Es wird immer noch untersucht, was bei uns allenfalls passiert ist», so der Bundespräsident. Er gab jedoch auch zu bedenken: «Wir haben dafür nur wenig Mittel in unserer kleinen Schweiz.»

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der amerikanische Geheimdienst NSA vermutlich auch das Mobiltelefon der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört hat. Die Enthüllungen gehen zurück auf Unterlagen des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden. Das Thema hatte auch den EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel beherrscht.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Reaktionen auf Lausch-Angriff

    Aus 10vor10 vom 25.10.2013

    Dass der amerikanische Geheimdienst das Handy der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört haben soll, beschäftigte heute auch die Staats- und Regierungschefs am EU-Gipfel in Brüssel. Und auch der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer kommentierte heute gegenüber «10vor10» die amerikanischen Lausch-Angriffe.