Medienkonferenz der Luftwaffe: Das Protokoll zum Nachlesen

Nach dem Absturz der F/A-18 haben Vertreter der Luftwaffe in Bern nochmals informiert. Unter anderem schilderten sie ihre Eindrücke von der Absturzstelle. Neue Informationen zum Hergang des Unglücks gibt es derzeit nicht. Das Protokoll zum Nachlesen.

Medienkonferenz der Luftwaffe in Bern

Bildlegende: Medienkonferenz der Luftwaffe in Bern SRF

Die F/A-18 ist gefunden

  • Ein Helikopter der Luftwaffe hat die Maschine im Sustengebiet entdeckt.
  • Viele kleine Trümmerteile sind in einem Gletschergebiet zu sehen.
  • Die Dauer der Notsignale war zu kurz, um den Absturzort schnell zu lokalisieren.
  • Die Suche nach dem Piloten dauert an.
Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 16 :59

    Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit.

  • 16 :58

    Jürg Nussbaum betont noch einmal, dass man nicht befugt sei, über den Absturz zu informieren und beendet die Medienkonferenz.

  • 16 :51

    Felix Stoffel erklärt weiter: «Eine erhöhte Absturzgefahr wegen des Gebirges lässt sich statistisch nicht beweisen. Start und Landung sind die Gefahren bei einem Flug. Wir haben aus dem Gefühl heraus gesagt keine negative Statistik. Bezüglich Gebirgsflugplatz gehörte die Phase zum Zeitpunkt des Absturzes noch zum Start.»

  • 16 :50

    Nun steht die bergige Topographie der Schweiz im Fokus der Fragen. «Gebirgsflugplätze sind aviatisch gesehen anspruchsvoller als Flachlandflugplätze. Das ist seit jeher eine Eigenheit der Schweizer Luftwaffe, dass wir täglich ab Gebirgsflugplätzen operieren. Das heisst nicht, dass das gefährlicher ist. Man muss das speziell trainieren. Wir bilden das systematisch von Beginn weg aus», sagt Felix Stoffel.

  • 16 :47

    Eine Journalistin fragt nach der Robustheit der Notsender. «Diese Notsender sind ziemlich resistent. Aber irgendwo gibt es eine Grenze. Sie dienen dazu, den Piloten zu orten, der sich per Schleudersitz abschiessen konnte. Sie sind nicht dazu konstruiert, einen Aufprall an einer Felswand zu überleben», erklärt Pierre de Goumoëns.

  • 16 :44

    Nun kommen die Journalisten zu Wort. Eine erste Frage betrifft die Verlegung der Flugzeuge nach Emmen. «Wir haben die Flugzeuge nach Emmen verlegt, weil man in Meiringen mit der Suche genügend ausgelastet ist. Es ist das Zentrum für die Helikopter, die Bergführer und alle anderen Helfer. Deshalb haben wir den Flugpolizeidienst nach Emmen verlegt», erklärt dazu Stoffel.

  • 16 :43

    «Der Luftpolizeidienst wurde vorübergehend eingestellt und heute Mittag wieder aufgenommen. Wenn irgendwo ein Verstoss gegen eine Luftverkehrsregel stattfindet, wird dies gemeldet, und man lässt die F/A-18 starten», sagt Stoffel.

  • 16 :41

    Der Staffelchef des Berufsfliegerkorps, Felix Stoffel, erklärt nun Weiteres zum Luftpolizeidienst. Jürg Nussbaum sagte zuvor, dass zum Absturz keine weitere Einzelheiten mehr kommuniziert werden.

  • 16 :37

    Nun kommt Pierre de Goumoëns zu Wort. «Die gesamte Luftwaffe ist sehr betroffen von diesem Unfall. Man sieht einen schwarzen Flecken von etwa 20 Metern Durchmesser. Die Trümmerteile, die wir aus dem Helikopter gesehen haben, waren sehr klein. Sie waren vor und hinter einem Abhang verstreut. Ein Gletscher ist dort mit grossen Gletscherspalten. Dies zu sehen, als Pilot und Freund, war sehr schwierig. Es ist auch schwierig, die Gefühle zu beschreiben», sagt der Stabsoffizier des Kommandanten Luftwaffe.

    Video ««Bilder haben uns zutiefst betroffen gemacht» (frz.)» abspielen

    «Bilder haben uns zutiefst betroffen gemacht» (frz.)

    1:28 min, vom 30.8.2016

  • 16 :36

    Zu den Notsignalen sagt Stoffel: «Es gibt drei Teile: Flugzeug, Schleudersitz und Pilot. Es wurden Notsignale empfangen. Die Dauer war aber zu kurz, um zu sagen, ob diese überhaupt von diesem Flugzeug stammten.»

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    «Es waren keine Notsignale vorhanden»

    0:49 min, vom 30.8.2016

  • 16 :34

    Die Bilder seien schwer zu ertragen, so Stoffel. Wegen des Wetters konnte die Unfallstelle nicht früher lokalisiert werden. Sie lag bis heute Mittag in den Wolken. Sobald die Meteolage dies zugelassen hatten, hätten intensive Suchflüge stattgefunden. So habe man die Trümmerteile gefunden.

  • 16 :33

    Felix Stoffel hat die Absturzstelle gesehen. Er schildert seine Eindrücke. «In Flugrichtung ist das ein relativ grosser Bergkessel mit Schnee und Gletscherhängen – darüber steile Felswände. Was wir gesehen haben, ist eine geschwärzte Felsfläche knapp unterhalb der Krete mit einem Durchmesser von circa einer Lastwagenlänge.» Von da, woher das Flugzeug auf die Krete zugeflogen sei, auf der Westseite, seien vereinzelte, kleine Trümmerteile erkennbar gewesen und hinter der Krete auf der Ostseite, im Schnee und Gletscherfeld, seien auch zum Teil kleine Trümmerteile zu sehen gewesen, ergänzt Stoffel.

    Es ist ein tiefer Kessel, mit steilen Gletscherhängen. Wir haben eine geschwärzte Felsstelle gesehen. Vereinzelte Trümmerteile waren erkennbar.»

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    So sieht die Unfallstelle aus

    1:52 min, vom 30.8.2016

  • 16 :31

    «Der Absturzort ist gesichtet, nach dem Pilot wird weiter gesucht. Über sein Schicksal ist nichts bekannt», erklärt zu Beginn Kommunikationschef Jürg Nussbaum.

  • 16 :30

    Auf dem Podium sitzen Jürg Nussbaum (Chef Kommunikation Luftwaffe), Oberst Felix Stoffel, Chef Berufsfliegerkorps und ehemaliger F/A-18-Pilot sowie Oberst Pierre de Goumoëns, F/A-18-Pilot und zugeteilter Stabsoffizier Kommandant Luftwaffe.

  • 16 :29

    Die Journalisten erwarten im Bundesmedienzentrum in Bern Antworten zum Absturz der F/A-18. Das VBS hat allerdings in einer Medienmitteilung vorab erklärt, dass allgemeine Fragen zum Flugbetrieb, zum Luftpolizeidienst und Instrumentenflugregeln im Vordergrund stehen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Suche nach F/A-18 geht weiter

    Aus Tagesschau vom 30.8.2016

    Der vermisste F/A-18-Jet und der Pilot wurden noch immer nicht gefunden. Der Kontakt zur Maschine brach vier Minuten nach Start vom Flugplatz Meiringen ab. Einschätzungen von SRF-Korrespondentin Mirjam Spreiter vor dem Sustenpass.