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Die Hälfte stellt Asylantrag Mehr als 9400 Minderjährige an der Grenze aufgegriffen

  • Nach Angaben des Grenzwachtkorps wurden letztes Jahr 9416 Personen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren an der Schweizer Grenze aufgegriffen. Das schreibt der Bundesrat in der Antwort auf eine Interpellation.
  • Mehr als die Hälfte der Minderjährigen war zwischen 17 und 18 Jahren alt. Der Bundesrat betont, dass die Information in den meisten Fällen auf den Angaben der Person und nicht auf Dokumenten beruhe.
  • Aus den Daten des Grenzwachtkorps geht nicht hervor, ob die Minderjährigen in Begleitung Erwachsener unterwegs waren oder alleine.

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) registrierte im Jahr 2016 1997 unbegleitete Minderjährige. Rund 50 Prozent von ihnen konnte gemäss Migrationsbericht ihre Minderjährigkeit im Asylverfahren nicht glaubhaft machen.

Die Hälfte der Minderjährigen stellte an der Grenze einen Asylantrag und wurde dem Staatssekretariat für Migration (SEM) für das weitere Verfahren übergeben. Die andere Hälfte wurde den ausländischen Behörden übergeben.

Als Grund gibt der Bundesrat an, dass sie entweder die gesetzlichen Einreisevoraussetzungen nicht erfüllten oder die Schweiz nur durchqueren wollten, ohne einen Asylantrag zu stellen.

Über 60'000 ungbegleitete Asylbewerber in der EU

In der EU wurden im letzten Jahr insgesamt knapp 63'300 unbegleitete minderjährige Asylbewerber registriert. 38 Prozent kamen aus Afghanistan, 19 Prozent aus Syrien. Das teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat mit. Insgesamt ist die Zahl der minderjährigen Asylbewerber im Vergleich zu 2016 um ein Drittel gesunken.
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24 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Ich bin ein verwirrt über den gesellschaftliche Konsens in der Behandlung von allein reisenden Kindern. Denn einerseits herrscht die Ansicht, dass die Kinder primär Liebe und individuelle Fürsorge durch Eltern o. sonstige Verwandten brauchen, um ihre mentale Gesundheit zu bewahren. Andererseits werden diese Kinder per Gesetz nicht zu ihren Heimatländern zurückgeführt, sondern bis zur Volljährigkeit in der Schweiz in irgendwelchen unpersönlichen Pflegestrukturen behalten. Völlig unlogisch.
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    1. Antwort von E. Waeden  (E. W.)
      Aber unsere KESB betrachtend, ist es dann wieder irgendwie logisch. Da werden ja Kinder auch zu "ihrem Wohl" von ihren Eltern/Verwandten getrennt um sie fremd zu platzieren, weil Beamte meinen, sie hätten es dort dann besser. Man kann sich dann ganz entspannt zurücklehnen & denken: "Wir haben das gut gemacht." Und Eltern, welche ihre Kinder alleine auf gefährliche Reisen schicken, haben ihre Kinder ja sowieso nicht verdient. Somit sollte also auch der Familiennachzug kein Thema mehr sein.
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  • Kommentar von Lukas Dubs  (L. Dubs)
    Das ist der Verdienst des Neoliberalismus. Sowohl die rechten wie auch die linken Parteien möchten keine Migration, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen (rechten: wollen keine Fremden, linken: wollen kein Krieg/Leid). Die rechten und die linken Parteien sollten endlich begreifen, dass sie denselben neoliberalistischen Feind haben. Würde die USA und die Nato (zu Teilen auch Russland) nicht aus wirtschaftlichen Gründen Länder mit Krieg überziehen, gäbe es auch weniger Migration.
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  • Kommentar von Stephanie Hunziker  (St. Hunziker)
    Wieso werden diese Asylanten überhaupt bei uns aufgenommen? Sie kommen ja alle aus einem sicheren Staat. Per sofort alle zurückschicken. Wenn sie nach Deutschland wollen, sollen sie ein billett von Italien nach Deutschland lösen! Wir müssen keinen aufnehmen. Fängt doch endlich damit an nein zu sagen und sie prinzipiell zurückschicken mit oder ohne Ausweis
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      So einfach ist das aber nicht, wenn Kinder aus Syrien kommen, können sie auch ihre Eltern bei den Kriegswirren verloren haben.Die muss man doch aufnehmen. Anders sehe ich das bei 18 jährigen, da muss man schon genau feststellen, ob es sich um Migranten handelt und wo sie herkommen.
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    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Frau Wüstner, das geht so nicht. Eine Person braucht Tausende USD in die Hand zu nehmen, um den Weg überhaupt anzutreten. Daher müssen Kinder irgendjemandem in Hintergrund gehabt haben, wer sie hierher schickte. Also "Eltern verlieren im Kriegswirren" geht so aus, dass genau diese Kinder im Kriegsland bleiben. Sollten Kinder aber ihre Eltern schon in Europa "verloren" haben, gilt das nicht als "Kriegswirren".
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    3. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Frau Fitzi, sie können sich auch anderen Flüchtlingen angeschlossen haben die sie kannten. Mich überzeugt einfach nicht, dass ein 12 jähriges Kind an dem Ort bleibt, wo es seine Eltern verloren hat oder das Eltern durch so einen Krieg die Kinder vorschicken und sie sich von ihnen trennen. 16bis 18 jährige sind dagegen reif genug, es selbst zu versuchen, wir dürfen sie nicht mit unseren Jugendlichen vergleichen. Der Krieg und der tägl. Kampf ums Überleben, hat sie reifer gemacht.
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    4. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Frau Wüstner, diese Eltern sind mit allergrösster Wahrscheinlichkeit sogar in Reichweite. Undokumentierte brauchen nur leicht ihren Namen abzuändern, schon ist die Verbindung zw. Mutter und Kind nicht mehr festzustellen. Glauben Sie mir, ich war langjährig Teil des Systems und habe Tausende Asylgeschichten bezeugt. Wir, der Westen werden als Naiva verkauft. Ich hoffe, dieser Kommentar erscheint.
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