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Finanzausgleich 2018 Mehr als fünf Milliarden Franken werden umverteilt

Die Finanzausgleichs-Zahlungen nehmen um 100 Millionen zu. Zürich bleibt grösster Geber-, Bern grösster Nehmerkanton.

Legende: Video Finanzausgleich nehmen 2018 markant zu abspielen. Laufzeit 1:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.06.2017.

2018 sollen mit dem Nationalen Finanzausgleich (NFA) 5091 Millionen Franken unter den Kantonen und dem Bund verschoben werden. Das sind gut 100 Millionen Franken mehr als 2017. Für die Zunahme sind die höheren Auszahlungen an die ressourcenschwachen Kantone verantwortlich.

Mit dem Finanzausgleich sollen finanzschwache Kantone auf 85 Prozent des schweizerischen Durchschnitts bei der Finanzkraft kommen. Die Beträge der Kantone werden anhand des sogenannten Ressourcenpotenzials ermittelt, das sind die möglichen steuerlichen Einnahmen. Für den NFA müssen die reichen Kantone in die Tasche greifen. Dies sind die grössten Geberkantone:

  • Zürich: 529 Millionen Franken
  • Genf: 394 Millionen Franken
  • Zug: 311 Millionen Franken

Unter dem Strich trägt der Kanton Zug die grösste Last pro Einwohner. Seine Ausgleichszahlung beläuft sich pro Kopf auf 2626 Franken. Die Kantone Jura, Uri und Wallis beziehen dem gegenüber mehr als 2000 Franken pro Kopf aus dem Finanzausgleich.

Die ressourcenschwachen Kantone profitieren von dieser Umverteilung. Am meisten Geld fliesst in diese Kantone:

  • Bern: 1200 Millionen Franken
  • Wallis: 620 Millionen Franken
  • St. Gallen: 451 Millionen Franken

In zwei Kantonen hat sich die finanzielle Lage so verändert, dass sie das Lager gewechselt haben: Obwalden ist neu ein Geberkanton und zahlt 1,6 Millionen in den Finanzausgleich.

Der Kanton Waadt gehört dagegen neu zu den Nehmerkantonen und erhält 1,6 Millionen Franken.

Legende: Video Hanspeter Trütsch zum Finanzausgleich abspielen. Laufzeit 2:04 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.06.2017.

Ressourcenpotenzial verloren haben die Kantone Neuenburg, Schaffhausen und sechs weitere Kantone. Zugelegt haben Nidwalden, Genf, Obwalden und 13 weitere Kantone.

Der Bund steuert im kommenden Jahr 2,424 Milliarden Franken zum Ressourcenausgleich bei. Das sind 3,1 Prozent mehr als 2017, wie die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) gemäss ihren Berechnungen für 2018 mitgeteilt hat. Die Kantone können nun dazu Stellung nehmen. Danach kann es noch Änderungen geben.

24 Kommentare

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  • Kommentar von Toni Koller (Tonik)
    "In keiner Schweizer Stadt sterben täglich mehr Menschen als in Zürich": Ist das eine dumme Meldung? Ja, denn Zürich hat auch am meisten Einwohner. Logisch, dass es da auch mehr Todesfälle gibt als anderswo. Ebenso dumm ist die Meldung, der Kanton Bern beziehe "am meisten" aus dem Finanzausgleich. Denn aussagekräftig ist nur der Betrag PRO KOPF - und da liegt Bern bei weitem nicht an der Spitze. Das dümmliche Bern-Bashing kann man sich also sparen.
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  • Kommentar von Charles Morgenthaler (ChM)
    Beim Finanzausgleich werden die Beträge immer in absoluten Zahlen angegeben, so steht der Kt. Bern jeweils als schwarzer Peter da. Fairerweiae müssten diese aber pro Kopf/Bevölkerung dargestellt werden, dann sieht die Sache anders aus. So gerechnet ist Bern "nur" an sechster Stelle der Empfängerkantone.
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  • Kommentar von Dieter Blatt (Dieter Blatt)
    Liebe Bern-Basher, kennen Sie den Unterschied zwischen Bund, Kanton und Gemeinde? Der KANTON BE war/ist von einem bürgerlichen Parlament beherrscht. Die für kurze Zeit rot-grüne Regierung erbte Milliardenschulden der Bürgerlichen. Die rot-grüne STADT Bern ist im innerkant. Ausgleich selber Geberin. Die BUNDESverwaltung zahlt logischerweise 0 Fr. Nein, ich bin nicht stolz, dass der BE ein grosser Nehmer im Finanzausgleich ist, eine etwas fairere Betrachtungsweise fände ich aber angebracht.
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