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Obdach, Nahrung und Medizin Mehr Asylsuchende haben Nothilfe bezogen

Legende: Audio Mehr abgewiesene Asylbewerber, aber sinkende Kosten abspielen. Laufzeit 02:11 Minuten.
02:11 min, aus Echo der Zeit vom 13.07.2017.
  • 2016 nahmen 10'614 Asylsuchende Nothilfeleistungen in Anspruch.
  • Pro Tag kostete ein Nothilfebeziehender im Schnitt 53 Schweizer Franken.
  • Ein Fünftel der Beziehenden war um 18 Jahre alt.

Letztes Jahr haben 10'614 abgewiesene Asylsuchende Nothilfeleistungen in Form von Obdach, Nahrung, Kleidung und medizinischer Grundversorgung beansprucht. 2015 waren es rund 600 Personen weniger, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) schreibt.

Das Plus von rund 6 Prozent relativiert sich dadurch, dass im vergangenen Jahr deutlich mehr rechtskräftige Nichteintretensentscheide oder negative Entscheide mit einer Ausreisefrist gefällt wurden. Davon Betroffene erhalten nur noch Nothilfe.

Viele Kinder brauchen Nothilfe

Die Bezugsdauer betrug durchschnittlich 122 Tage, sieben Tage weniger als 2015. Ein Nothilfebeziehender kostete pro Tag im Schnitt 53 Schweizer Franken – rund die Hälfte davon betraf die Unterbringung.

Unter den Nothilfebeziehenden waren auch 2016 viele Kinder: Jeder Fünfte war unter 18 Jahre alt. Den Kantonen entstanden insgesamt Nothilfekosten von rund 69,5 Millionen Schweizer Franken. Das sind 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

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60 Kommentare

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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Man kann es nachlesen: Im vorliegenden Fall geht es darum, dass auch abgewiesene Asylanten nach EMRK das Recht auf angemessenen(!?) Lebensunterhalt(!?) wie im Aufnahmeland haben. Auch deswegen muss die EMRK gemäss Art.58 gekündigt werden. Gründe: 1.Es gibt kein Recht auf Asyl, nur Recht im Asyl. 2.Die EMRK sind für alle 47 Mitgliedstaaten (z.B. Türkei, Russland, Ukraine, Mazedonien, usw.) bindend u. nicht nur für paar reiche. 3.Die EMRK verletzt ihre eigene Konvention u. gehört vor den EUGH.
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Das ganze Asyl-/Flüchtlingswesen gehört in der jetzigen Form revidiert oder abgeschafft. Warum? Die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) oder Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) sind ein Relikt aus dem Ost-West-Konflikt v. 1948-90. Es ging damals um relativ wenige Flüchtlinge, die dem menschenrechtsverletzenden Kommunismus/Sozialismus entflohen um im kapitalistischen Westen in Freiheit, Demokratie u. Menschenrechten ihre Existenz gestallten konnten. Wir haben aber eine Völkerwanderung!!!
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Mein Vater wäre vor fast 100 Jahren froh gewesen, wenn er beim Börsencrash in der USA nur einen einzogen Dollar als Entschädigung für sein mühsam erarbeitetes, verlorenes Studiengeld erhalten hätte. Arbeit hat er zwar gefunden in einer grossen Fabrik, wolte dann aber Theologie studieren = Werkstudent. Übrigens: ausgewandert oder geflüchtet ist er, weil es für einen ausgebildeten Werkzeugmacher in der Schweiz keine Arbeit gab. Das motiviert mich nicht sehr, heutige Flüchtlinge zu unterstützen.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Ihr Vater durfte in die USA auswandern, als er in der Schweiz keine Arbeit mehr fand und durfte sich dort eine neue Existenz aufbauen. Sie wollen aber die heutigen Flüchtlinge nicht dasselbe zugestehen. Da muss man nichts mehr dazu schreiben.
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    2. Antwort von robert mathis (veritas)
      HP.Müller ich denke Ihr Vergleich hinkt hier ganz stark,Sie sollten die USA nicht mit der kleinen Schweiz vergleichen,zudem war man damals in den USA froh um Jeden der arbeiten wollte und musste zum Ueberleben,,denn Unterstützung und Sozialhilfe gab es keine .....
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    3. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      @ Mathis: Nein, der Vergleich hinkt nicht. Die Dokumente von damals zeigen, dass die Bevölkerung der USA überhaupt nicht begeistert waren über die Zuwanderer. Die Schweizer Gemeinden zB sponserten Auswanderungen von allen, die man hier los sein wollte. Verbrecher, Ungebildete, Faule, Sozialhilfebezüger. Es gab auch arbeitswillige Auswanderer. So wie heute bei den Zuwanderern in der Schweiz es auch viele fleissige und arbeitsame gibt.
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