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Schweiz Mehr Einsätze, mehr Gönner und drei neue Jets

«Die Rega kauft drei hochmoderne Jets für 130 Millionen Franken.» «Die Rega verzeichnet steigende Gönnerzahlen.» «Die Rega fliegt mehr Einsätze.» An der Jahresmedienkonferenz präsentiert die Rettungsflugwacht Zahlen der Superlative. Wirren der Vergangenheit scheinen weit weg zu sein.

Legende: Video «Die Rega rüstet sich für die Zukunft» abspielen. Laufzeit 1:18 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.04.2015.

Die Rega hat turbulente Jahre hinter sich. Zahlreiche Vorwürfe kratzten am Image der Stiftung: Zu teuer, zu hohe Löhne für die Verantwortlichen, das Verhalten gegenüber den Konkurrenten TCS und Air-Glaciers. Doch die traditionsreiche Rettungsflugwacht hat schon manchem Sturm getrotzt. So auch jetzt.

Mehr Gönner als im Vorjahr

Rega-CEO Ernst Kohler präsentierte an der Medienkonferenz beste Zahlen. 2014 organisierte die Rega 14'435 Einsätze – ein Plus von 4,7 Prozent – und transportierte dabei 9'679 Patienten. Das sind im Schnitt rund 27 Patienten pro Tag. Noch nie hat die Einsatzzentrale der Rega so viele Einsätze disponiert wie 2014.

Legende:
Rega: Entwicklung der Einsatzzahlen bis 2013 Rega

Erneut konnte die Rega auch mehr Gönner gewinnen: 38'000 Menschen wurden 2014 neu Mitglied der Rettungsflugwacht. Das entspricht einer Nettozunahme von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Legende:
Rega: Entwicklung der Rega-Gönnerzahlen (in Millionen) Rega

130 Millionen für neue Jets

Zudem fliegt die Rega bald in nagelneuen, modernsten Jets. Momentan ist die Rega mit der «Challenger 604» im Einsatz. In drei Jahren sollen die alten Jets von der «Challenger 650» abgelöst werden. Der Vertrag mit Flugzeug-Hersteller Bombardier ist bereits unterzeichnet. Kostenpunkt für die drei neuen Flugzeuge: 130 Millionen Franken. Die Finanzierung erfolge ohne Fremdkapital, betonte die Rega.

«Mit dieser Flottenerneuerung stellen wir sicher, dass die Rega ihren Patientinnen und Patienten auch in den nächsten 15 Jahren zuverlässig und professionell in aller Welt zur Hilfe kommen kann», sagte Rega-CEO Ernst Kohler stolz.

«Rega als nationaler Mythos»

Die Rega im Höhenflug trotz Turbulenzen – für David Schärer, Mitinhaber der renommierten Werbeagentur Rod Kommunikation, kein Widerspruch. «Das blitzblanke Image der Rega hat zwar Risse bekommen, doch bleibt die Rega eine Art nationaler Mythos», sagt Schärer gegenüber SRF News.

«Die Rega weckt bei den Schweizern ähnliche Emotionen wie früher die Swissair. Zusätzlich geniesst ihre Tätigkeit hohes Ansehen. Piloten retten Leben unter oft schwierigen Bedingungen.»

16 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Joos, Beckenried
    Ich bin etwas enttäuscht, dass die REGA den PC-24 nicht berücksichtigt, der z.B. in Australien bei den Flying Doctors beste Dienste leistet. Oder gibt es andere Gründe, einen kanadischen Bombardier-Flieger zu wählen?
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    1. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Die Flying Doctors haben vermutlich das Starten von unbefestigten Pisten mehr gewichtet als die Reichweite. Für die REGA als globales Unternehmen ist wohl die Reichweite wichtiger. Warum man aber konsequenter Weise keine Global 8000 oder Gulfstream G650 kaufte ist mir im Augenblick auch rätselhaft.
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  • Kommentar von Ernst Reinhard, Belp
    Ich kann die Mitgliedschaft (Gönner) der REGA nur empfehlen. Ich bin in den Radferien 2013 auf Mallorca verunfallt (Lungen Verletzung). Rückkehr mit Linienflug mehrere Wochen nicht möglich! Hatte beim TCS und der Krankenkasse die nötigen Versicherung abgeschlossen. Diese weigerten sich mich ohne Kostenbeteiligung abzuholen. Die REGA hat die Rückholung ohne Kostenfolge (Gönnerausweis) organisiert! Ohne die Hilfe der REGA ist heute noch nicht klar, welche Kosten mir entstanden wären.
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  • Kommentar von M Jaeger, Wildwil
    Sollte die REGA nicht ein paar Gripen kaufen damit sie der Luftwaffe in Notfällen auch helfen könnte? :-) Oder sind die nicht Mitglied? :-)
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