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Mehr Frauen in Teppichetagen Nationalratskommission will Frauenquote für grosse Unternehmen

  • Im Verwaltungsrat von Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sollen mindestens 30 Prozent Frauen sitzen, 20 Prozent in der Geschäftsleitung – das will der Bundesrat.
  • Die nationalrätliche Rechtskommission hat der entsprechenden Revision des Aktienrechts mit 14 zu 11 Stimmen zugestimmt.
  • Im Gegensatz zum Bundesrat hätten die Firmen in der Variante der Kommission weniger Zeit, um die neuen Regeln umzusetzen.

Im Vorschlag des Bundesrats ist nicht von Quoten die Rede, sondern von Richtwerten. Für betroffene Firmen, die die vorgeschriebenen Werte nicht erfüllen, sind keine Sanktionen vorgesehen. Sie müssten ihr Versäumnis im Vergütungsbericht jedoch begründen und Massnahmen zur Verbesserung darlegen.

Kürzere Fristen: Im Vorschlag des Bundesrats hätten die Firmen fünf Jahre Zeit, um die Richtwerte im Verwaltungsrat und zehn Jahre, um die Richtwerte für die Geschäftsleitung zu erreichen. Die Rechtskommission möchte die Übergangsfristen verkürzen: Die Regeln sollen für den Verwaltungsrat drei Jahre und für die Geschäftsleitung fünf Jahre nach Inkrafttreten des neuen Rechts gelten. Gleichzeitig schlägt die Kommission aber vor, sie zeitlich zu beschränken: Nach zehn Jahren soll die Regelung ersatzlos aufgehoben werden.

Legende: Video Bundesrat hat Frauenquote schon 2016 verabschiedet abspielen. Laufzeit 03:38 Minuten.
Aus 10vor10 vom 23.11.2016.

Frauenanteil bei sechs Prozent: Heute sind in den hundert grössten Schweizer Unternehmen nur 16 Prozent der Verwaltungsratsmitglieder Frauen. In den Geschäftsleitungen liegt der Frauenanteil gar bei lediglich sechs Prozent. Für den Bundesrat sei klar, dass es verbindliche Vorgaben brauche, sagte Justizministerin Simonetta Sommaruga, als der Bundesrat vor rund einem Jahr die Gesetzesänderungen verabschiedete.

Abzocker-Initiative umsetzen: Mit der Revision des Aktienrechts will der Bundesrat auch die Abzockerinitiative auf Gesetzesstufe umsetzen, die das Stimmvolk 2013 angenommen hat. Bisher sind die Regeln nur in einer Verordnung festgelegt. Zu den weiteren Elementen der Gesetzesrevision gehören Regeln für den Rohstoffsektor, mit welchen der Bundesrat mehr Transparenz schaffen möchte.

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85 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    die herren der schöfpung, zu recht wie mir scheint, echauffieren sich regelmäßig, bei gleichstellungsfragen über militärdienstpflicht der männer. frau emilie kemprin-spiri war sich dieser brisanz bereits 1887 sehr wohl bewusst. eine militärdienstpflicht für alle hieße, im sinn der gleichstellung, dass frauen in alllen belangen sei es als kombattantinnen, in höchsten/allerhöchsten offiziersrängen, der zugang gendergerecht gewährleistet wird, das hieße, das militär müsste da so manches ändern.
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Nun wie einseitig Medien die Gleichberechtigung von Mann und Frau heute behandeln zeige ich an einem ganz einfachen Beispiel. Warum wird nur von Weihnstein Wochenlang berichtet aber nicht von Kevin Speacy. Soviel zur Neutralität der Medien. Der Fall Spayce wäre mindestens so lesenswert und würde die „Göttliche Ordnung“ etwas zurecht rücken.
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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Bei diesen ganzen Diskussionen betr. Quotenfrauen, ihrer Fähigkeiten & Qualifikationen wird ein ganz wichter Aspekt ausgeblendet. Dieser ist: Passt die Frau von ihrem Charakter, ihrer Persönlichkeit her ins schon bestehende Team? Tut sie es nicht, führt das dann rasch zu Unfriede.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Ist das bei den Männern nicht dasselbe?
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Falsche Frage! Es geht hier um Frauenquoten & nicht um Männerquoten. Und darum, dass AG in der Regel auch Mitarbeiter nicht nur betr. Qualifikationen & Fähigkeiten aussuchen, sondern eben auch, ob sie zum Team passen. Mit der geforderten Frauenquote ist diese Freiheit dann eben dahin.
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    3. Antwort von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
      @HP: Doch, aber kein problem da niemand von einer Quote spricht die einen quasi zwingen würde den entsprechenden Mann einzustellen. Was ist daran eigentlich so schwer zu verstehen?
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    4. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      @ Fuchs/Waeden: Auch mit einer Frauenquote zwingt Sie niemand jemanden einzustellen, den Sie nicht wollen. Es zwingt Sie niemanden jemanden unterqualifizierten einzustellen. Es geht einzig darum wenn Sie zwei gleichwertige Bewerber haben (das umfasst Eignung, Qualifikation, Erfahrung etc) müssen Sie der Frau den Vorrang geben bis eine gewisse Anzahl Frauen im Team sind. Nicht mehr und nicht weniger.
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    5. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      @HP. M.: Bei diesen ganzen Diskussionen über Qualifikationen, Fähigkeiten, sie bei Mann & Frau dieselben sind, dann die Frau eingestellt werden müsste, vergisst man, dass bei Einstellungen auch das Kriterium Sympathie eine Rolle spielt. Wenn jetzt der Kerl halt sympathischer für den AG & s'Team ist als die Frau, er besser ins Team passt, ist die Quote dann einfach Zwängerei & Frauen tun sich damit keinen Gefallen.
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