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Schweiz Mehr Hochzeiten und mehr Kinder

Im Jahr 2014 gab es in der Schweiz mehr Eheschliessungen und eingetragene Partnerschaften. Auch die Zahl der Geburten nahm zu. Die Zahl der Scheidungen ging hingegen weiter zurück.

Legende: Video Die Ehe im Wandel abspielen. Laufzeit 02:57 Minuten.
Aus 10vor10 vom 24.02.2015.

Bei der Schweizer Bevölkerung liegt Heiraten im Trend: Im Jahr 2014 haben sich 41'200 Paare das Ja-Wort gegeben – 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Zunahme war sowohl bei Ehen zwischen Schweizer Staatsangehörigen (+4,4 Prozent), zwischen ausländischen Staatsangehörigen (+3,9 Prozent) als auch bei gemischtnationalen Paaren (+2,4 Prozent) zu verzeichnen. Dies teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) mit. Einzig in einzelnen wenigen Kantonen ging die Zahl der Eheschliessungen zurück: So im Tessin, in Schwyz und in Nidwalden.

Auch eingetragene Partnerschaften gab es im Jahr 2014 mehr als im Vorjahr: 713 schwule und lesbische Paare entschieden sich dafür, was einer Zunahme von 2,9 Prozent entspricht. Allerdings sind dafür vor allem lesbische Paare verantwortlich, bei ihnen nahm die Zahl der eingetragenen Partnerschaften um 16,5 Prozent zu. Bei reinen Männerpaaren ist die Zahl rückläufig.

Weniger Scheidungen ...

Bereits seit 2006 geht die Zahl der Scheidungen zurück. Ein Trend, der auch 2014 anhält. So nahm die Zahl von rund 17'000 Scheidungen im Jahr 2013 auf rund 16'500 im Jahr 2014 ab. Dies entspricht einem Rückgang um 3,7 Prozent. Hält der Trend weiter an, «kann davon ausgegangen werden, dass zwei von fünf Ehen eines Tages durch eine Scheidung aufgelöst werden», schreibt das BFS.

... mehr Kinder

Kinder zu bekommen, liegt in der Schweiz ebenfalls im Trend: Insgesamt wurden im Jahr 2014 83'800 Kinder geboren, was im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme von 1,2 Prozent entspricht. Allerdings gab es grosse Unterschiede zwischen den Kantonen. In mehr als der Hälfte nahm die Geburtenzahl zu, am deutlichsten im Kanton Obwalden (+13,2 Prozent) und im Thurgau (+5,7 Prozent). Die deutlichsten Rückgänge gab es in Nidwalden (-6,4 Prozent) und Appenzell Innerrhoden (-10,6 Prozent).

Wie jedes Jahr wurden mehr Knaben (43'100) als Mädchen (40'700) geboren. Das Durchschnittsalter der Mütter steigt allerdings weiter an: Im Jahr 2014 lag es bei 31,8 Jahren, im Jahr 2013 lag es noch bei 31,6 Jahren.

Geburtenüberschuss von mehr als 20'000

Die Zahl der Todesfälle ging 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent zurück und lag bei 63'600. Allerdings geht das BFS davon aus, dass die Zahl künftig zunehmen wird, «da die Baby-Boom-Generationen in ein höheres Alter kommen». Die Alterung der Bevölkerung nehme aber weiter zu.

Dank der vielen Geburten konnte in der Schweiz erstmals seit Mitte der 90er-Jahre wieder ein Geburtenüberschuss von über 20'000 verzeichnet werden. Das heisst, die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen lag deutlich im positiven Bereich. Allerdings gilt dies nicht für alle Kantone: In Basel-Stadt, Schaffhausen, Tessin und Uri starben mehr Personen als geboren wurden.

Mehr Hochzeiten, mehr Kinder, weniger Todesfälle


20132014
Heiraten39'79441'223
eingetragene Partnerschaften
693713
Scheidungen17'11916'485
Lebendgeburten82'73183'753
Todesfälle64'96163'600

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10 Kommentare

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  • Kommentar von d meier, kriegstetten
    Die Geburtenzunahme ist definitiv nicht Schwulen und Lesben zuzuschreiben. Es gibt keine Alternative für eine Ehe zwischen einem Mann und einer Frau!
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  • Kommentar von Leuenberger P., Hasle - Rüegsau
    "Mehr Hochzeiten und mehr Kinder", So der Titel und dazu ein Bild von einem Lesbenpaar?Haben Sie kein Hochzeitsfoto von Mann und Frau gefunden?? Normalerweise passt Bild und Bericht überein, oder? Was will da SRF mit diesem Bericht erreichen?? Ich finde es Tragisch, das die Kritik fast grösser wäre, wenn das Bild passend wäre. Das wäre sicher diskriminierend und das SRF würde als "Ewiggestrigen" betittelt.So weden die ja betittelt, welche Paare, unterschiedlichen Geschlechtes als normal finden..
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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Die Bezeichnung "Geburtenüberschuss" ist meines Erachtens irreführend und verwerflich. In einer Gesellschaft mit einer Geburtenquote von ca. 1.6 kann es nicht zu viele Geburten geben, sondern es stellt sich langfristig ein Geburtendefizit ein. Wo gingen da in der Statistk Menschen verloren oder wo steckt der Rechenfehler?
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    1. Antwort von Peter Meier, Zürich
      Steht doch da, klar und deutlich: Es geht um den Vergleich zwischen Geburten und Todesfällen.
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    2. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Die Bezeichnung "Geburtenüberschuss" ist weder irreführend noch verwerflich,sondern Tatsache. Seit 07 ist der Bevölkerungszuwachs "dank" Zuwanderung u.somit Zunahme der Geburten im Schnitt um über 90'000/J angestiegen. Wird mehr geboren als gestorben,nennt sich das eben Geburtenüberschuss. Und der senkt sich erst mit der Abnahme der Zuwanderung wieder. So herzig all diese Kinderlein sind,als potent.AHV-Bezüger sind sie wie ihre Eltern auch einst von 2-5 Berufstätigen abhängig. Schneeballprinzip!
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    3. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Beppie Hermann, ein Schneeballprinzip für die AHV auf Grund von Geburten kommt leider erst aber eine Geburtenquote von über 2.1 zu tragen. Hier wird aber grob verglichen wieviele Menschen vor rund drei Generationen geboren wurden (Volkszählung 1940; 64'000 Geburten), die im Durchschnitt nun mit ca. 75 Jahren nun verstorben sind, und wieviele heute geboren wurde. Dazwischen passierte aber einiges wie z.B. Zuwanderung.
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    4. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Da die Schweiz ein Hochpreis- und seit dem Gotthardbahntunnel ein Zuwanderungsland ist und die Zuwanderer sinniger Weise Kinder haben werden, wird man daher praktisch immer über zuviele Geburten schreiben können. Selbst wenn die Zuwanderung mal Null oder gar negativ wäre würde es ca. eine Generation dauern bis man die Zahlen nicht als "zuviele Geburten" missinterpretieren kann. Siehe 1910 - 1930 sowie 1975. Deutschland hat dafür sinniger Weise ein chronisches Geburtendefizit.
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    5. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Die Bezeichnung "Geburtenüberschuss" ist meines Erachtens eine Irreführung der Allgemeinheit und suggeriert "wozu Kinder haben, wir haben eh schon zu viele Geburten", zumal sie bestimmte Zu- und Abwanderungseffekte nicht berücksichtigt.
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