Mehr Huhn, kaum noch Pferd: Die Fleischvorlieben der Schweizer

Durchschnittlich 52,44 Kilogramm Fleisch hat der Schweizer im vergangenen Jahr verzehrt – fast ein halbes Kilo mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage nach Pferdefleisch ist massiv gesunken.

Fleischkonsum in der Schweiz (2014) Angaben in Kilogramm Proviande

Das mit Abstand beliebteste Fleisch stammte 2014 nach wie vor vom Schwein (23,66 Kilogramm). Die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr fällt aber mit 0,8 Prozent bescheiden aus.

Mit einem starken Plus von 4,3 Prozent liegt der Konsum von Geflügelfleisch an zweiter Stelle (11,92 Kilogramm). Ebenfalls beliebt bei den Konsumentinnen und Konsumenten bleibt Rindfleisch (11,47 Kilogramm). Hier hat der Konsum allerdings um 0,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013 etwas abgenommen.

Pferd und Kalb weniger beliebt

Weniger beliebt ist Kalbfleisch (2,92 Kilogramm). Hier ist die Nachfrage um 3,4 Prozent gesunken. Eine sehr deutliche Konsumflaute muss Pferdefleisch (0,46 Kilogramm) verzeichnen. Der Verzehr von Pferdefleisch ist im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent gesunken.

Gemäss einer 2014 vom GfK-Institut durchgeführten Studie essen fast drei Viertel aller Befragten mindestens drei- bis vier Mal pro Woche Fleisch, fast jeder Fünfte täglich oder mehrmals täglich. Nur gerade jeder Fünfzigste gab an, nie Fleisch zu konsumieren.

Von den Fleischkonsumenten achten über 80 Prozent beim Einkauf klar auf die Herkunft Schweiz. Laut Markt- und Konsumentenbarometer 2014 von Demoscope beurteilen gleich viele Personen die Qualität von einheimischem Frischfleisch besser als diejenige von ausländischem Fleisch.

Schweizer essen wenig Fleisch

Die Statistik berücksichtigt nur das in der Schweiz verkaufte Fleisch - wegen des Einkaufstourismus dürfte der effektive Fleischkonsum noch höher liegen.

Trotzdem konsumieren Schweizerinnen und Schweizer im europäischen Vergleich wenig Fleisch. 2012 lag die Schweiz mit einem Pro-Kopf-Konsum von 51,8 Kilogramm auf dem viertletzten Platz.