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Schweiz Mehr Pferd entdeckt, wo Rind draufsteht

In der Schweiz ist erneut Pferdefleisch in Rindfleischprodukten aufgetaucht. Die Zahl der entdeckten Produkte ist allerdings gering. Das Bundesamt für Gesundheit gibt nicht bekannt, wo das nicht deklarierte Pferdefleisch gefunden wurde.

Lebensmittelkontrolle
Legende: Lebensmittel-Kontrolleure haben erneut falsch deklariertes Pferdefleisch in der Schweiz gefunden. Keystone/archiv

In der Schweiz sind weitere Rindfleischprodukte mit nicht deklariertem Pferdefleisch aufgetaucht: 5 der 247 untersuchten Rindfleischerzeugnisse enthielten bis zu 8 Prozent Pferdefleisch. Für die Gesundheit der Konsumenten sei dies unbedenklich, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Weil keine Gefahr für Konsumenten besteht, gibt das BAG nicht bekannt, in welchen Produkten sich Pferdefleisch fand.

Das BAG hatte in den vergangenen Wochen in Zusammenarbeit mit den Kantonschemikern flächendeckend 364 Proben untersucht. Eine der 117 Pferdefleischproben enthielt dabei geringe Mengen eines Tierarzneimittels. Diese Probe war laut BAG bereits seit Anfang März bekannt.

Die Untersuchungen in der Schweiz erfolgten analog zum Kontrollprogramm der EU. Das Programm wurde lanciert, nachdem in mehreren Ländern nicht deklariertes Pferdefleisch in Rindfleischprodukten nachgewiesen worden war.

Die EU ist daran, alle Untersuchungsresultate des Kontrollprogramms im europäischen Raum zusammenzutragen. Das BAG hat die Schweizer Daten ebenfalls an die Europäische Kommission weitergeleitet. Ende April werden die Ergebnisse sowie weitere Massnahmen auf EU-Ebene diskutiert.

4 Kommentare

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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    1st. Das BAG sollte die Namen nennen, sonst schadet es allen, auch den die Firmen/Produkte nicht betroffen sind. 2nd. Ich werde nur noch Pferdefleisch kaufen, dann habe ich wenn schon eine hohe wahrscheinlichkeit, dass ich Rindfleisch drin habe. 3rd. Solange das Pferdefleisch nicht aus Osteuropa kommt, wo auch Kranketiere, und Tiere mit Antipiotika illegalerweisse mitgeschlachtet und gemicht wird, ist es unbedaenklich. 4th. Es muss drin sein, was drauf steht, Pasta.
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    1. Antwort von Nina Ricci, Schwammendingen
      Wenn jemand schon dazu bereit ist, die Art des Fleisches falsch zu deklarieren, was hindert diese Person dann an der Falschdeklaration der Herkunft?
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  • Kommentar von h. anni, zürich
    Nur weil das BAG sagt, es bestehe für die Konsumenten keine gesundheitliche Gefahr, dürfen wir nicht erfahren, in welchen Produkten was steckt? Eine Frechheit und Arroganz sondergleichen. ICH WILL ABER WISSEN, aus WAS, WOHER ETC. mein Essen besteht!! So weit sind wir also, dass der Staat bestimmt, was uns zugemutet werden kann und was nicht. Man muss den Konsumenten schützen und NICHT den Lieferanten! Ah ja, Freihandelsabkommen mit China, da muss Bern natürlich frühzeitig Info-Barrieren aufbauen
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  • Kommentar von Jan Herren, Courgevaux
    Also ich finde, wenn schon mit Steuergeldern solche Untersuchungen durchgeführt werden, dürfte die Allgemeinheit auch über die Resultate informiert werden. Her mit den Regelbrechern!
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