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Schweiz Mehr Polizeipräsenz an der Streetparade

Am Samstag werden zur 25. Streetparade in Zürich wieder hunderttausende Techno-Fans erwartet . Dieses Jahr ist die Sicherheit ein besonders wichtiges Thema. Das gilt nicht nur für die Fahrer von Love-Mobiles.

Das Seebecken in Zürich mit hundertausenden Menschen an der Streetparade.
Legende: Hunderttausende Techno-Fans werden am Samstag an der Streetparade in Zürich erwartet. Reuters

Am Samstag ist es wieder soweit. In Zürich tanzen an der Streetparade Hunderttausende Techno-Fans um das Seebecken. Nach den Anschlägen der vergangenen Wochen hat die Stadtpolizei Zürich das Sicherheitsdispositiv angepasst. Fragen an Marco Cortesi, Sprecher der Stadtpolizei Zürich.

SRF News: Welche Massnahmen hat die Stadtpolizei Zürich nach den Anschlägen in den letzten Wochen für die Streetparade getroffen?

Marco Cortesi: Es ist so, dass die Sicherheitslage in der Schweiz nach wie vor stabil ist. Es hat sich eigentlich nicht viel verändert. Das sind auch die Erkenntnisse des Nachrichtendienstes der Schweiz. Dementsprechend sind die Vorkehrungen nicht wirklich gravierend, aber man hat Vorkehrungen getroffen. Die Anschläge der letzten Wochen sind in die Lagebeurteilung einbezogen worden. Wie die Massnahmen konkret aussehen, das möchten wir nicht über die Medien verbreiten.

Ist die Stadtpolizei mit mehr Polizistinnen und Polizisten vor Ort?

Das ist sicher eine der Massnahmen. Man hat die Polizeipräsenz erhöht. Die Streetparade war in den letzten 25 Jahren eigentlich nie ein Problem-Fest – abgesehen vom Abfall und den Drogen. Das Fest selbst ist immer etwas Friedliches gewesen. Auch mit Menschenmassen von mehreren hunderttausend Leuten. Man hat in den letzten Jahren viele Erfahrungen gesammelt. Entsprechend schauen wir dem Fest gelassen entgegen.

Nach dem Anschlag von Nizza, wo ja ein Lastwagen in eine Menschenmasse gerast ist, stehen die Chauffeure der Love-Mobiles im Fokus. Welche Massnahmen werden getroffen, um die Chauffeure zu überprüfen?

Grundsätzlich ist das OK der Streetparade für die Sicherheit der Streetparade zuständig. Die Stadtpolizei hat Auflagen erlassen, die erfüllt werden müssen – sonst würde es keine Streetparade geben. Es ist primär die Aufgabe des Organisationskomitees, Leute zu überprüfen. Wenn da Zweifel bestünden, würden wir selbstverständlich das OK unterstützen und auch Nachforschungen anstellen.

Das Interview führte Nicole Freudiger.

Sicherheit als Priorität

Der Verein Street Parade setzt am Jubiläum gegen 1000 private Sicherheitsleute ein. Unter anderem überwachen sie die Love Mobiles. Auch die Chauffeure der Trucks wurden überprüft. Noch nicht im Einsatz ist eine App, die helfen kann, Menschenmassen zu überwachen. Für die Sicherheit gibt der Verein Street Parade gegen eine halbe Million Franken aus.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Freude herrscht und die Leute sollen sich da auch vergnügen können. Daran kann man nichts aussetzen oder nörgeln. Die Leute sollen ihren Spass haben. - Nur ein Problem bleibt angesichts solcher Bilder von Massen auf engstem Raum. Es ist für jeden Amok laufenden Taeter ein ideales Ziel mit viel Wirkung bei kleinem Aufwand, ermöglicht es ihm viel Leid und Schrecken zu erzeugen......! Na ja..., die Kehrseite von....!
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    1. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Wie scheinbar gewisse Kommentatoren will ja auch die ISIS nicht, dass wir uns ab und zu die Freiheit nehmen und tanzen gehen. Wir sollten solche Forderungen verweigern und gerade als Verteidiger einer liberalen Gesellschaft daran teilnehmen. Wir müssen uns solche Risiken leisten dürfen und uns nicht in Mäuselöchern verkriechen. Ganz nach dem Motto: 'Frei bleiben' bzw. sogar 'Live free oder die'.
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  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    Ist halt unsere Spass- und Wegwerfgesellschaft....Hauptsache laut und lustig und schrill und jeder kann seinem Hedonismus frönen....
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Veranstaltungen wie die Streetparade sollten verboten werden. Solche Veranstaltungen zeigen die allgemeine "Volksverdummung" deutlich und unterstützen diese auch noch. Es gibt leider Politiker die ihren Vorteil darin sehen: Je dümmer das Volk, desto leichter kann man es ohne Widerstand führen.
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    1. Antwort von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
      M.Roe: Dummheit ist ein dehnbarer Begriff, wie dumm ein Volk ist bestimmt es selber, wer denn Politiker alles glaubt der will Tatsachen nicht wahrnehmen, das ist eigentlich das Problem am Ganzen. Ich esse nicht alles was man mir vorlegt, denn heute hat man die Möglichkeiten vieles zu überprüfen.
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    2. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Ist doch schön wenn man an einem Ort in der Schweiz ausnahmsweise einmal im Jahr auf der Strasse frei tanzen darf. Das tut doch niemandem weh. Sie können ja am Samstag in Gwatt bleiben und müssen nicht ausgerechnet dann nach Zürich reisen und und jetzt schon schäumen vor Wut. Oder haben Sie etwa als SVP-Freund prinzipiell etwas gegen 'Freiheit' und 'Frei bleiben'?
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    3. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Nein man kann nicht alles verbieten. Wenn es auch ein grosses Gefahrenpotential ist. Aber es sind junge Menschen und es gab noch nie ernste Zwischenfälle. Etwas mehr Verständnis wäre angebracht.
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    4. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      M. Schmid ich staune immer wieder,was hat denn SVP damit zu tun? Nun ja es ist schön zu tanzen, dies tue ich ja selber auch gerne,weil man sich so losgelöst und weniger verkrampft vorkommt. Nur brauche ich dazu keine Drogen, Alkohol und viel Abfall, Scherben usw.der am Boden liegt, die dann die Strassenarbeiter wieder tonnenweise entsorgen müssen. Es ist auch gut, dass seit 25 Jahren Streetparaden friedlich verliefen, aber dies auch dank der Polizeipräsenz und den Sanitätshelfer.
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    5. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      M. Roe weiss nicht ob verbieten etwas bringt, da es ja anscheinend um eine Friedliche Veranstaltung geht. Aber vielleicht sollte man einen Beitrag einkassieren,bei jedem der sich an dieser Party beteiligt, damit man für die Abfallgebühren und Entsorgen einen kleineren Beitrag an die Kosten bekäme. Das tanzen ist das kleinere Problem, aber nachher sollte jeder sich auch friedlich für die Sauerei Verantwortlich fühlen und seinen Beitrag dazu leisten ohne wenn und aber.
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    6. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Frau Artho ,das waren auch meine Gedanken. Jeder zahlt einen gewissen Betrag für die Beseitigung der Abfälle. Bekommt dann ein Bändchen ums Handgelenk, und auf geht's. Aber kein Verbot, das würde kein junger Mensch verstehen. Wir waren auch mal jung, und haben Dinge gemacht die nicht immer akzeptabel waren.
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    7. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Ich kann auch nicht viel anfangen mit der Street Parade, aber ebenso sind mir SVP - nahe Veranstaltungen fremd. Als liberaler Mensch sage ich mir: jedem das Seine. Wenn wir anfangen zu verbieten und reglementieren sägen wir letztendlich am eigenen Ast.
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    8. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      M. Roe ist ein Freund bzw. sogar Mitglied der SVP. Es wäre wohl besser wenn grundsätzlich alle Teilnehmer eines Festes (inkl. Winzerfester und Oktoberfester) keinen Alkohol trinken würden. Wohin solche Verbote führen, sieht man an der Prohibition in den USA. Die Entsorgung des Streetparade-Abfalls wird seit Jahrzehnten privat bezahlt. Die Streetparade ist friedlich, weil Tanzen und Zusammenschlagen schlecht zusammenpasst. Was wäre wohl wenn Fussballfanparaden tanzen anstatt grölen würden?
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    9. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Für 10 Franken gibt's an der Streetparade bereits seit Jahren ein Pinkelbändchen für die Benutzung der WCs. Die Stände verkaufen PET-Flaschen oder geben Becher mit Depot aus. Es sind nicht nur junge Menschen - auch Rentner nehmen daran teil. Wenn einmal im Jahr Tanzen auf einer öffentlichen Strasse nicht akzeptabel sein soll, dann muss man sich bald Fragen welche Freizeitbeschäftigungen dann überhaupt noch akzeptabel sein dürften. Leben = Arbeiten, zu Hause sitzen, Sterben und fertig oder was?
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    10. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      N. Schmid danke für Ihre Auskunft,dies wusste ich nicht,dass man 10 Fr. für WC gebühren bezahlen muss.Dass es nicht nur junge Menschen sind, ist mir auch bekannt,da ein grosser Teil der älteren Menschen aus der Generation der 68 er kommen und älter geworden sind.Das Tanzen frei macht kenne ich selber,aber wieso verwenden einige Drogen und Alkohol?Lebensfreude und die Einstellung für Frieden,sollte doch von inneren Überzeugung her kommen.Jeder trägt jedoch für sein Leben selbst die Verantwortung.
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    11. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      A. Planta dies musste ja kommen. Dass Sie mit der SVP Veranstaltungen nichts anfangen können, ist ziemlich einigen Kommentarlesern sicher bekannt. Sie werden jedoch nicht gezwungen, weder an der Streetparade, noch an der SVP Veranstaltung daran teil zu nehmen. Es ist hier in unserem Lande immer noch freiwillig, wohin man gehen möchte. Darum schätze ich die Freiheit, die wir noch Leben dürfen in unserem Land sehr.
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    12. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Ursprünglich wurde jedenfalls kein Alkohol getrunken. Erst nachdem sich diese Techno-Demo in ein Volksfest gewandelt hat, wurde auch gesoffen (wie an jedem Fest). Der politische Inhalt wird offensichtlich übertrieben (ohne diesen wäre eine Tanz-Demo allerdings ursprünglich wohl kaum bewilligt worden) und die 68er suchen doch ab solch elektronischer Musik ohnehin das Weite. Der Grund weshalb man auch Rentner sieht, liegt womöglich eher daran, dass jede(r) toleriert und niemand belächelt wird.
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    13. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Also bei 10 Franken müsste ein kleiner Abfallbetrag mit dabei sein , wenn der Rest privat gezahlt wird. Toll.
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