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Mehr Schlaf, mehr Spass Sanftere Wege ins harte Militärleben

Legende: Video Die erste «Kuschel-RS» ist vorbei abspielen. Laufzeit 00:44 Minuten.
Aus SRF News vom 21.06.2018.
  • Die erste Rekrutenschule unter dem neuen Regime ist zu Ende und kann ein positives Ergebnis vorweisen.
  • Weniger junge Männer oder Frauen mussten wegen medizinischer Probleme entlassen werden.
  • «Massnahmen wie mehr Ruhezeit und geführte, aufbauende Sportlektionen» haben gemäss Armee eine positive Wirkung gehabt.

Seit Anfang Jahr gilt: Turnschuhe statt Armeestiefel, Ausgang schon ab der ersten RS-Woche, mehr Schlaf, mehr Spass. Mit diesen Massnahmen will die Armee dafür sorgen, dass jene Rekruten, die einrücken, auch bleiben.

Nun ist die erste RS unter diesem neuen Regime zu Ende gegangen. Die ersten Zahlen zeigen: Es scheint zu funktionieren. Weniger junge Männer oder Frauen mussten aus der RS entlassen werden, weil sie ein medizinisches Problem haben.

«Rekruten sanfter an den militärischen Alltag heranführen»

Eine genaue Statistik liege noch nicht vor, aber der leichte Rückgang lasse sich klar auf die Neuerungen zurückzuführen, die seit Anfang Jahr in Kraft sind, sagt Armeesprecher Stefan Hofer: «Es ist unser Ziel, die Rekruten sanfter an den militärischen Alltag heranzuführen. Mit diesen Massnahmen wie mehr Ruhezeit, geführte, aufbauende Sportlektionen tragen wir dazu bei, dass der Übergang vom zivilen Alltag in den harten militärischen Alltag etwas leichter fällt. Die Leute können sanft an ihre Leistungsgrenzen herangeführt werden können.»

Wettbewerb mit Zivildienst bleibt grosses Thema

Dass weniger Rekruten den Bettel wegen einer Verletzung hinschmeissen, ist wichtig für die Armee. Denn der Personalbestand der Armee ist schon durch die vielen Abgänge in den Zivildienst bedroht.

Und dieser Wettbewerb mit dem Zivildienst bleibt ein grosses Thema. Der Bundesrat hat gestern eine Verordnung in die Vernehmlassung gegeben, die den Zivildienst gegenüber dem Militärdienst unattraktiver machen will, zum Beispiel mit längeren Wartefristen.

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Wir haben keine Direkte Militärische Bedrohung, haben aber Probleme im Pflegedienst und bei der Altersbetreuung und wo setzt unserer Vergreister BR die Hebel an, beim Militär und will gleichzeitig dort wo die Problem sind Ressourcen einsparen. Das kommt mir vor wie einer der bei 35 °c Kleider an Hungernde verteilt!
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    1. Antwort von Josef Frick (Zeffy)
      Da muss ich Ihnen leider widersprechen. Als Mitgliedes eines Spitalbataillones kann ich Ihnen sagen, dass die Schweizer Armee das Thema Pflege ernst nimmt. Nicht umsonst werden wir genau in diesem Bereich intensiv geschult. Durch die WEA werden auch die Bestände der SanKompanien und Spitbataillonen erhöht
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Mich würde mal interessieren, wieviele der hier Mitschreibenden Militärdienst geleistet haben, wie lange und in welcher Einheit?
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    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Mich würde interessieren, wie viele von den ach so harten Männer jemals in einem Kriegsgebiet waren oder tatsächlich ihr Leben für den Dienst riskieren mussten.
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    2. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Jeder Schweizer Wehrpflichtige riskiert sein Leben schon im tiefsten Frieden. Schwerst Fusskranke werden mit Traglasten bis zu ueber 40 kg (statt den fuer Kriegsgefangene hoechstens erlaubten 20) auf lange Gewaltmaersche gehetzt und Rekruten in eine Lawine gejagt, wenn der zivile Berggang wegen Lawinengefahr ruht. Dispens verweigernde Aerzte werden kaum je belangt, und Marschkommandanten zutode Gehetzter mit Minibedingten von 10 bis 20 Tagen "belohnt"....
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  • Kommentar von Ziereisen Martin (Ziereisen Martin)
    Mit den Jungen heute ist es nicht wirklich einfach. Die wollen sich die Hände nicht mehr schmutzig machen. Man sieht es schon in der Arbeitswelt, die Handwerklichen Berufe haben grosse Mühe Nachwuchs zu finden. Im letzten WK hatte ich einen, welcher schon bei leichter körperlicher Arbeit fast zusammebgebrochen wäre ( Er ist Sohn von Beruf) verbrachte seine Jugend vor dem Gaming PC. jeder Patient auf der Liste für Herztransplantationen ist leistungsfähiger als dieser gesunde Junge Mann.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Sie nehmen eine Erfahrung und generalisieren das gleich! Ich kann ihnen hunderte andere Beispiele entgegensetzen. Viele ältere Menschen haben wohl etwas Mühe damit das die Jungen in der Mehrheit friedlicher eingestellt sind und weniger Ideologisch und mehr Problembezogen Leben. deshalb haben die Parteien auch Nachwuchsprobleme, weil ie Parteien zu Ideologisch Unterwegs sind. ich bin froh das die heutige Jugend so Friedlicher ist als zu unserer Zeit!
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