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Alpeninitiative Mehrheit will weniger Lastwagen in den Alpen

Eine Mehrheit der Schweizer will, dass das Gros der alpenquerenden Güter nicht mehr per Lastwagen transportiert wird. Dies ergibt eine Umfrage des Forschungsinstituts Demoscope im Auftrag der Alpeninitiative.

Legende: Audio Verein Alpeninitiative fordert Politik zum Handeln auf abspielen. Laufzeit 4:43 Minuten.
4:43 min, aus SRF 4 News aktuell vom 23.02.2017.
  • 70 Prozent der Befragten wollen am sogenannten Verlagerungsziel von maximal 650‘000 alpenquerenden Lastwagen pro Jahr festhalten.
  • In den vom Transitverkehr betroffenen Kantonen Uri und Tessin sind es sogar 90 Prozent.
  • 10 Prozent wollen weitergehen und noch weniger Lastwagen erlauben.
  • Die Umfrage des Marktforschungsinstituts Demoscope wurde im Auftrag des Vereins Alpeninitaitve mit 1409 Befragten durchgeführt.

In Zukunft dürfen jährlich nur noch 650‘000 Lastwagen pro Jahr die Schweizer Alpen queren. So schreibt es das das Gesetz zur Verlagerung des Güterverkehrs vor. Gemäss der Umfrage steht eine Mehrheit der Bevölkerung hinter diesem Ziel.

«Die Deutlichkeit des Resultats ist erstaunlich», sagt Jon Pult, Präsident des Vereins Alpeninitiative. Die Politik sei nun gefordert, dieses Anliegen der Bevölkerung durchzusetzen. Schliesslich stehe das Verlagerungsziel in der Verfassung.

Neue Tunnel, neue Möglichkeiten

Dank der Eröffnung des Gotthardbasistunnels hätten sich die Kapazitäten für den Gütertransport auf der Schiene massiv erhöht, so Pult. Mit der Fertigstellung des Ceneri-Tunnels würden die Möglichkeiten in den nächsten Jahren immer besser. «Dann gibt es tatsächlich keine Alibis mehr für die Politik», sagt er.

Eine Mehrheit der Befragten befürwortet zudem neue Massnahmen, um die Zahl der alpenquerenden Lastwagen zu senken. 68 Prozent sprechen sich dafür aus, 26 Prozent sind dagegen.

Der Verein Alpeninitiative will jedoch darauf verzichten, das Verlagerungsziel mit einer Durchsetzungsinitiative umzusetzen. Man habe bei der SVP gesehen, dass eine solche Initiative wenig erfolgreich sei, so Pult.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Bechtel (Werner Bechtel)
    Ist ja wunderbar, Güter auf die Bahn, nur fehlt die Kapazität, besonders am Gotthard, wegen den grossen Geschwindigkeitsdifferenzen Güter- Personenverkehr. Auch die Zugangsstrecken im Norden und Süden sind Engpässe. Hier das Dokument Ressort Gueterverkehr-2012 Schienen Gueterverkehr 160312 als pdf Gotthard Seite 10. 230kb https://wernibechtel.files.wordpress.com/2015/08/ressortgueterverkehr-2012schienengueterverkehr160312.pdf
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  • Kommentar von Edi Steinlin (stoni)
    Das interessiert doch den Bundesrat nicht, er kuscht lieber vorauseilend wenn die EU ein bisschen droht. Wir hätten hier etwas in der Hand aber es wird nichts gemacht. Die EU macht mit uns was sie will, nur unser Geld nehmen sie immer.
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  • Kommentar von Christoph Lorenz Aeberhard (Kuli)
    Dort wo der Verkehr durchzieht lässt es sich gut Leben dass zeigt die Geschicht zur genüge Salzstrassen, Seidenstrasse, Route 66 usw. bricht diese Struktur zusammen und es geht gar nichts mehr und die gegner fangen an zu jammern sie sind blind auf beiden Augen alle die heutigen gegner im Kanton Uri inklusive die Kinder haben eben von diesem Verkehr überleben und leben können so wurden z. B. in der Gummi Dätwyler in Altdorf die Reifen von Firestone hergestellt und der Strassenbau alles vergessen
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Nur reihen sich an Salzstrassen, der Seidenstrasse, der Route 66 nicht LKW an LKW. Und ziemlich weit hergeholt, Ihre Theorie, dass die Urner inkl. ihre Kinder nur Dank starkem Verkehr durch alle diese LKW's überlebt haben. Zumal viele unter ihnen nicht mal Ware in die Schweiz transportieren, sondern die Alpen nur als Abkürzung in Länder der EU benützen.
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