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Schweiz Militärische Ehre: Schweizer auf US-Nationalfriedhof beerdigt

Eine der höchsten militärischen Ehren in den USA geht erstmals an einen Schweizer. René Joyeuse wird posthum für seine Leistungen im Zweiten Weltkrieg gewürdigt.

Legende: Video Schweizer auf amerikanischem Nationalfriedhof beigesetzt abspielen. Laufzeit 2:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.03.2013.
Soldat hält mit weissen Handschuhen Urne von Rene Joyeuse.
Legende: Urne von Joyeuse auf dem US-Nationalfriedhof beigesetzt. Keystone

Erstmals erhält ein Schweizer eine der höchsten militärischen Ehren der USA: René Joyeuse wurde am Freitag wegen seiner Leistung im Zweiten Weltkrieg auf dem amerikanischen Nationalfriedhof bei Washington begraben.

Eine Ehrengarde von sechs Soldaten feuerte Salutschüsse, bevor die Urne mit der Asche des Verstorbenen beigesetzt wurde. Für die Würdigung hatte der Leiter des US-Armeedepartements zuvor sein Einverständnis geben müssen, weil Joyeuse weder US-Staatsbürger noch ein Mitglied der US-Armee war. 

Gemäss Historikern gehörte René Joyeuse, der bereits vor rund einem Jahr im Alter von 92 Jahren in den USA starb, zu den besten Agenten des US-Nachrichtendienstes im Zweiten Weltkrieg. Er sammelte für die Amerikaner in Frankreich Informationen über die deutsche Armee.

Joyeuse kam 1920 in Zürich zur Welt, verbrachte aber den grössten Teil seiner Kindheit in Frankreich. Als Deutschland im Zweiten Weltkrieg Frankreich besetzte, schloss sich Joyeuse in den USA der französischen Widerstandsbewegung an. Der US-Nachrichtendienst wurde auf ihn aufmerksam und warb ihn für die Mission in Frankreich an. Nach dem Krieg studierte er Medizin und hatte eine erfolgreiche Karriere als Arzt in den USA.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Das da passt aber auch gar nicht zum Tanner/Bergier-Konzept der sehr bösen, mit den NAZI-kollaborierenden Bild. (smile)
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    1. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Aus Ihrem Kommentar kann man schliessen, dass Sie den Bericht nur vom Namen her kennen, aber noch keine einzige Zeile darin gelesen haben...
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    2. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Falsch Herr Lucas Kunz aus Sallneck, ich habe diesen Bericht sogar falst vollständig gelesen und auch verstanden. Nur ich habe da rein gar nichts gefunden, dass ich so nicht erwartet hätte oder mir so vorgestellt habe. Ich hatte sogar das Privileg mit "Aktivdienstler" zu reden und auch sie zu verstehen. - Herr Tanner würde mich um dies beneiden. Event. finden Sie noch ein PDF-Exemplar im WEB. NB: Ich durfte sogar noch "echt & scharf" mit div. Art.-Waffen aus dieser Zeit schiessen.
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    3. Antwort von Lucas Kunz, Salnneck
      OK, nehm's wieder zurück; habe die letzten Tage zur Hehlerei der SNB, die rd. 4/5 allen geraubten Goldes der Nazis (sämtlich geplünderte Nationalbanken der überfallenen Länder und jenes aus den KZs und Ghettos) aufgekauft hatten, mich näher beschäftigt...
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    4. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Herr Lucas Kunz, die Goldraubaffairen waren vor dem Tanner/Bergier-Bericht schon bekannt. Absolut gar kein Zweifel, damit, also dem Gold, haben sich "einige die Hände" recht schmutzig gemacht. - Mich schockierte das "heutige" Getue rund um diese sog. Aufarbeitung der vergangenen Geschichte. - Damit haben sich heute einige hüben & drüben eigenlich nur zu Idioten & Narren gemacht.
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