Militärversicherung: Mehr Zivildienst sorgt für mehr Unfälle

In der Armee ging die Anzahl Diensttage und diejenige der Unfälle 2014 zurück. Beim Zivildienst ist das Gegenteil der Fall. Insgesamt konnte die Militärversicherung die finanziellen Ausgaben ihrer Leistungen jedoch senken.

Ein Zivildienstleistender bei einer Biotop-Pflege.

Bildlegende: 2014 wurde mehr Zivildienst geleistet. Dies schlägt sich auch in der Bilanz der Militärversicherung nieder. Keystone

2014 hatte die Militärversicherung 141 Unfälle und Krankheitsfälle mehr als im Vorjahr zu verbuchen. Dies, obschon sich die Anzahl Unfälle und Krankheiten bei den Milizsoldaten um knapp 700 reduzierte. Dies teilte die Suva mit.

Die Zunahme der registrierten Unfall- und Krankheitsfälle ist auf die immer höhere Anzahl Diensttage von Zivildienstleistenden zurückzuführen. Bei letzteren stieg die Anzahl Unfälle und Krankheiten um gut 900. Gleichzeitig erhöhte sich aber auch die Zahl der geleisteten Diensttage von rund 1,3 auf 1,5 Millionen. Bei den Milizsoldaten nahmen die Diensttage im fast gleichen Umfang ab.

Dieser Trend, wonach es zu immer mehr Zivildiensteinsätzen kommt, halte seit der Abschaffung der Gewissensprüfung im Jahr 2009 an.

Trotz mehr Ausfällen gingen die Versicherungsleistungen um sieben auf 189 Millionen Franken zurück. Gründe dafür sind laut Suva die abnehmende Zahl der Rentenbezüger und weniger Neurenten.