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Milliarden für neue Kampfjets Ein Etappensieg für Parmelin

Beim neuen Anlauf der Flugzeugbeschaffung geht der Bundesrat in ziemlich kleinen Schritten voran. Eine Analyse.

Gion-Duri Vincenz
Legende: Gion-Duri Vincenz ist SRF-Bundeshausredaktor. SRF

Es war eine der heftigeren Niederlagen, die der Bundesrat in den letzten Jahren kassierte. Das Nein zur Beschaffung von 22 Gripen-Kampfflugzeugen vor gut drei Jahren. So was soll sich nach Ansicht des Bundesrats nicht wiederholen.

Beim neuen Anlauf der Flugzeugbeschaffung geht der Bundesrat in ziemlich kleinen Schritten voran. Auch nach dem heutigen Entscheid sind noch viele Fragen offen. Zum Beispiel die politisch besonders brisante, ob das Volk dereinst, wie beim Gripen, das letzte Wort haben wird.

Klar ist dafür, was sich die Landesregierung die Erneuerung der Luftraumüberwachung kosten lassen will. Die heute beschlossenen acht Milliarden sind eher am unteren Ende der Bandbreite, die eine VBS-Expertengruppe im Mai vorgeschlagen hatte. Doch es ist deutlich mehr Geld als für den Gripen angepeilt wurde. Die Zahl bewegt sich wohl nur minim unter dem Betrag, den Verteidigungsminister Guy Parmelin seinen Kolleginnen und Kollegen im September beantragt hatte. Und damit noch aufgelaufen war.

Auch nach dem heutigen Entscheid sind noch viele Fragen offen.
Autor: Gion-Duri VincenzSRF-Bundeshausredaktor
Legende: Video Keine konkreten Angaben zur Stückzahl abspielen. Laufzeit 0:19 Minuten.
Vom 08.11.2017.

Auf die Anzahl der Flugzeuge legte sich der Bundesrat heute nicht fest. Mit Blick auf die Vorschläge der Expertengruppe muss man jedoch kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass die Summe für rund 30 Jets reichen wird. Insgesamt ist der Weg zum Kauf noch sehr weit. Einen Etappensieg kann Verteidigungsminister Parmelin heute aber verbuchen.

20 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    "Armee für Waffenkäufe über zehn Jahre hinweg bis zu 16 Milliarden Franken ausgeben können" Ein kleines Trinkgeld im Vergleich zu den Kosten im Asylwesen der nächsten 10 Jahre.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      @zombie : 16 milliarden franken könnten massnahmen zur innen- und aussenpolitischen de-eskalation gut anstehen...viele menschen könnten vielleicht wieder nach hause gehen und vor ort wirksam werden. denn etwas was dem menschlichen wesen innewohnt, sonst geht er ein, ist sinnhaftigkeit und selbstwirksamkeit ... und das fehlt hier nicht nur den menschen, die hier zuflucht nehmen, sondern auch einigen von uns kommt dieses kostbare gut abhanden.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Bundesrat Parmelin, ist auf dem "Holzweg", was die Notwendigkeit von "Kampfjets" 2017 im Mini-Land Schweiz anbelangt = reine Volks-Steuergeld-Verschwendung - wie "U-Boote" in den Seen!! Dafür, ist die teure Armee, immer noch nicht ausgebildet und fähig, bei einer realen Katastrophe (AKW, Müll-Deponien mit radioaktivem Material, Chemie, Natur), im Landesinnern, schnell und sicher, tausende von Menschen adäquat evakuieren (unter/überirdisch), und längerfristig ernähren, betreuen zu können!!??
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  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    Das hier ist keine "Etappensieg" für irgendwer ! Die Personalisierung von Sachgeschäften ist vollkommener Unsinn und dient der Sache nicht. BR Parmelin arbeitet im Auftrag der Verfassung und das VBS ist nicht einfach nice to have ! Leid tut's mir, dass für solch tendenziöse Ausdrucksweise auch noch bezahlt werden soll !
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