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Millionen-Kosten Armee sammelt zu viel historisches Material

  • Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) kritisiert, dass die Armee zu viel historisches Material sammelt.
  • Die Aufbewahrung koste den Bund jährlich mindestens 7,4 Millionen Franken.
Mitarbeiter reinigt Panzer
Legende: Der Unterhalt von historischen Objekten verursacht jährlich Millionen-Kosten. Keystone/Symbolbild

Nicht nur die Beschaffung von neuem Armeematerial geht für die Steuerzahlenden ins Geld, auch die Aufbewahrung von historischen Objekten verursacht Kosten.

Keine Anreize für Effizienz

Der Zweck der Sammlung besteht darin, anhand von Objekten die technische und historische Entwicklung der Armee zu dokumentieren. Es fehle aber ein Anreizsystem für den wirtschaftlichen Einsatz der Bundesmittel, schreibt die EFK.

Im EFK-Bericht wird zudem bemängelt, dass das aktuelle Regelwerk die Tendenz verstärke, zu viel zu sammeln. Als Beispiel wird das Freilichtmuseum Polygon in Thun genannt, das unter anderem 38 Panzer umfasst. Die EFK schätzt, dass mindestens 28 davon nicht in die Sammlung gehören. Zehn Panzer seien überzählig und 18 stammten von ausländischen Streitkräften.

Zudem fehle der Sammlung ein nach Museumsgesetz erforderliches klares Profil. Die EFK hatte bereits 2010 Kritik geäussert und mehrere Empfehlungen formuliert.

8 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Seien wir doch froh,dass es etwas auszustellen gibt.Auch dank diesen Exponaten wurde der Ernstfall verhindert.In jedem Land gibt es eine Armee,am besten die eigene.Die beste Waffe ist eine einsatzbereite,die nie gebraucht wird.
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  • Kommentar von markus aenishaenslin (aenis)
    Bei einem Besuch in einer des Museums, ist mir klar geworden wie schnell die Wehrtauglichkeit einzelner Waffengattungen vergänglich ist. Ausl. Exponate aus dem zweiten Weltkrieg und aus kaltem Krieg sei es Panzer oder Flugzeuge gehören dazu. Es veranschaulich mit was sich unsere Armee im Ernstfall hätte auseinander setzten müssen. Vielleicht wäre es sinnvoll ein nationales eidgenössisches Militär Museum an einem einzigen Standort zu errichten, wie es das Verkehrsmuseum in Luzern darstellt.
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  • Kommentar von Christoph Fischer (Christoph Fischer)
    Also mit dem geld für die neuen flieger können wir uns die oldtimerpflege 1000 jahre leisten..
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