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Schweiz Mit Wind liesse sich mehr Strom machen

Auf dem Griespass im Walliser Nufenen-Gebiet steht der höchste Windpark Europas. Das Projekt zeigt: In den Alpen ist es möglich, mit Wind Strom zu erzeugen. Das ist auch nötig, wenn die Energieziele bis 2050 erreicht werden sollen.

Windräder auf Bergen, zu sehen auch ein Stausee.
Legende: Spektakulärer Windpark am Griespass auf 2500 Metern über Meer. Keystone

Für die Vertreter der Windenergie ist die neue Anlage auf dem Griespass am Nufenen ein wichtiges Symbol: «Man sieht, dass Windenergie an ausgesuchten Standorten in den Alpen funktioniert», sagt Benjamin Szemkus von Suisse-Eole, der Vereinigung zur Förderung der Windenergie in der Schweiz.

Grosse Pläne mit Wind

Szemkus freut sich aber auch darüber, dass Bundesrätin Doris Leuthard persönlich bei der Einweihung zugegen war. Das zeige, dass der Bundesrat hinter der Windenergie stehe. Schliesslich sollen nach den Plänen der Regierung bis 2050 zehn Prozent der Stromproduktion durch Wind erfolgen. «Heute sind es 0,2 Prozent», stellt Szemkus fest. Um das Ziel zu erreichen, brauche die Windenergie die Unterstützung der Politik.

Die Schweiz hinke bei der Nutzung der Windkraft im internationalen Vergleich zwar noch deutlich hinterher, gibt der abtretende Direktor Bundesamtes für Energie, Walter Steinmann zu bedenken. Aber es gebe durchaus Potenzial – auch in den Alpen. Trotzdem: Mit den Offshore-Parks in Norddeutschland und Dänemark werde die Schweiz nie mithalten können. «Wir sind nicht das traditionelle, grosse Windenergie-Land.»

Windräder an guten Standorten in der Schweiz hätten aber durchaus eine gute Ausbeute, so Steinmann. Auch falle die Windenergie hierzulande vorwiegend im Winterhalbjahr an – dann, wenn die Sonne weniger stark scheint und entsprechend weniger Strom mit Solarzellen produziert wird.

Volk will Windenergie

Auch das Schweizer Volk unterstützt die Windkraftnutzung mehrheitlich. Windkraft-Förderer Szemkus erinnert daran, dass bei kantonalen Abstimmungen das Volk in 13 von 14 Fällen den Windkraft-Projekten zugestimmt hätten. Trotzdem seien Windenergie-Projekte immer wieder mit Einsprachen konfrontiert, etwa von den Verbänden des Landschaftsschutzes.

Solche Einsprachen verlängerten oftmals die Verfahren zur Planung und Bewilligung neuer Windparks, sagt Szemkus. Doch anderseits würden dadurch im Gespräch mit allen Beteiligten meist auch gute Lösungen gefunden. Das zeige exemplarisch Beispiel des neuen Windparks am Griespass im Oberwallis.

85 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Sonnen-Energie ist der Weg in die Zukunft.
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    1. Antwort von Markus Guggisberg (gugmar)
      @Charles Halbeisen: Genau, alle 20 - 30 Jahre müssen alle Panele ersetzt werden, da Ihr Wirkungsgrad rapide sinkt. Schreckliche Zukunft die Sie uns da heraufbeschwören, wenn man bedenkt, dass die Panele nur Dank der Energie aus Kohle, Gas und Kernkraft hergestellt werden konnten !
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    2. Antwort von Beat Reuteler (br)
      @Guggisberg: Sie sind gleich mehrfach auf dem Holzweg. 1.) Die Lebensdauer ist sehr konservativ angegeben und wird regelmässig überschritten. 2.) Der Wirkungsgrad sinkt nur sehr langsam, abgesehen von Gewaltsamen Ereignissen. 3.) Die Paneele können längst mit Energie aus Sonne, Wind und Wasser hergestellt werden. @Halbeisen: Richtig, aber auch die Windenergie und besonders die Wasserkraft (in der CH) haben Zukunft.
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    3. Antwort von Markus Guggisberg (gugmar)
      @Beat Reuteler: Die Energiedichte von Solarzellen und deren Ressourcenverschleiss ist sehr schlecht. Nach 2.5 Jahren erzeugt eine Zelle mehr Strom, als zu Ihrer Herstellung notwendig war. Nach 25 Jahre muss sie schon ersetzt werden, da die optischen Systeme rasch alternden, durch Ablagerungen verkalken, korrodieren und Ihren Wirkungsgrad verlieren. Die Herstellung von Solarzellen geschieht heute in der Regel mit Kohle und erzeugt dabei viel CO2. Das macht alles keinen Sinn !
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  • Kommentar von Klaus Kreuter (Klaus Kreuter)
    Wer es noch immer nicht begriffen hat, WINDRÄDER sind die unwirtschaftlichste Art Strom zu erzeugen. Das Geschäft machen de Hersteller. Ganz unabhängig von dr Verschandelung der Landschaft. Es wird doch nicht mehr rational entschieden, es wird irgendetwas politisch erzeugt und die Menschen werden damit konfrontiert. Warum wird denn in anderen Ländern Kernenergie weiterhin gefördert? Sind das alles Dummköpfe?
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    1. Antwort von Ch. Helfenstein (Ch. Helfenstein)
      K.Kreuter; Die Antwort auf Ihre 2 letzten Fragen geben Sie unmittelbar im Satz vor den Fragen. AKW sind schlicht verantwortungslos. So toll und sauber der Strom auch ist, das Problem der Rückstände/ Abfalls, ist bis heute nicht gelöst. Das ist wie ein Auto bauen ohne Bremsen, die liefern wir dann in 50 Jahren, oder auch nicht. Atomstrom war und ist ein Fehler.
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    2. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Hr. Kreuter, man kann zu dem einen oder anderne Schluss kommen, je nachdem auf wen man hört. Nukleare Energie war lange Zeit unverzichtbar, heute ist sie es nicht mehr! Also packen wir die Neuerung an. Übrigens sind die Windkraftwerke sehr schön. Von Verschandelung kann keine Rede sein. Das ist nur meine Meinung und Ansicht.
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  • Kommentar von Carlo Meyer (C. Meyer)
    Perlen vor die Säue
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