Zum Inhalt springen

Schweiz Mittels Aktionsplan zu günstigen Wohnungen

Der Mieterverband ist enttäuscht vom Bundesrat. Denn dieser will den Wohnungsmarkt nicht regulieren. Nun will der Verband Druck aufsetzen.

Die Wohnungsnot in grossen Schweizer Städten ist gross. Der Bundesrat will zwar günstigen Wohnraum fördern, aber den Wohnmarkt nicht regulieren, wie er am MIttwoch bekannt gab. Immerhin will er an einem runden Tisch nach Lösungen suchen.

Ein Mann räumt eine leere Neubauwohnung ein.
Legende: Vor allem in den grösseren Städten sind zahlbare Wohnungen sehr schwierig zu finden. Keystone

Doch Marina Carobbio fordert Taten statt Worte. Sie ist Präsidentin des Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbands. Dass sich der Bund nun mit Gemeinden und Kantonen an einen runden Tisch setze sei gut, aber nicht genügend, sagt sie.

 Es brauche dringend Sofortmassnahmen – und einen 'nationalen Aktionsplan Wohnen': «Wir können nicht auf einen wohnpolitischen Dialog zwischen Kantonen, Städten und Gemeinden warten. Das sind gute Absichtserklärungen, aber mehr nicht.»

Kein Vorpreschen des Bundes

Solche Ideen müssten in der föderalen Schweiz gemeinsam entwickelt werden, entgegnet Ernst Hauri, Direktor des Bundesamts für Wohnungswesen. Es könne nicht sein, dass der Bund vorpresche und Gemeinden und Kantone in die Pflicht nehme. Immerhin werde nun ein Dialog geführt. «Daraus könnte letztlich so ein Aktionsplan entstehen», sagt Hauri.

Schön wäre es, meint Marina Carobbio. Es brauche rasch Grenzen bei Mieterwechseln und einen besseren Mieterschutz. Wenn alles nichts fruchte, dann gebe es noch ein Druckmittel: «Wir prüfen auch gleichzeitig, ob wie eine Volksinitiative starten wollen. Aber das braucht Zeit.» Und deshalb versuche sie es auch weiter im Bundeshaus – steter Tropfen höhle den Stein.

(lin; snep)

9 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Es liegt doch auf der Hand: unsere Politiker haben keine Ahnung, was der durchschnittliche Bürger so durchmachen muss. Die Politiker haben alle ihre abgeschottete Villa, die Rechnungen zahlt ihr Sekretär und Einkaufen tun die Diener. Nebst einem Fetten Lohn müssen die sich keine Sorgen um ihre Gesundheit machen, die sind 1. Klass versichert und geniessen zum Vermögen eine fette Rente. Alles auf unsere Kosten versteht sich. Aktiv sorgen die dafür, dass eine kleine Elite gut leben kann.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    jetzt ist die PFZ natürlich schuld - und dann im gleichen Atemzug die Linke, die ja angeblich für die PFZ schuld ist ... Seit Anbeginn der Existenz der CH hat's ein bürgerlich dominiertes Parlament und Regierung - und die Bürgerlichen füllen mit hohen Mietpreisen ihren Säckel. Ein sozialer Wohnungbau, wie damals im "roten" Wien täte dringend not!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Walter Starnberger, Therwil
      Herr Kunz, da verwechseln sie Ursache und Wirkung. Es sind nicht Bürgerliche die Häuser bauen und anschliessend versuchen die Mietzinsen zu erhöhen, was relativ schwierig weil der Mietzins ja an den Referenzzinssatz gebunden ist. Vielmehr ist es so dass Hausbesitzer und Vermieter automatisch bürgerlich stimmen, man versucht ja seinen Besitz möglichst zu bewahren. Eigentum macht bürgerlich, nicht umgekehrt. Und ja, die PFZ und die Linken sind schuld an der Wohnungsnot.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Vreni Müller, Chur
    Genau, wir brauchen günstigen Wohnraum. Schliesslich kommen jährlich über 80`0000 Menschen in die Schweiz. Herzlich Willkommen in der PFZ!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen