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Attacke in Schaffhausen Motorsägen-Angreifer hatte Armbrüste bei sich

Legende: Video Nach Festnahme – Viele Fragen sind noch offen abspielen. Laufzeit 1:56 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.07.2017.
  • Der Motorsägen-Angreifer von Schaffhausen hatte bei seiner Verhaftung am Dienstagabend in Thalwil (ZH) zwei geladene Pistolenarmbrüste mit eingesetzten Pfeilen bei sich.
  • Die Motorsäge führte er nicht mit sich.
  • Der 51-Jährige wird nun von der Rechtsmedizin untersucht.
  • Der mutmassliche Täter hatte in Schaffhausen mit einer Kettensäge zwei Angestellte der CSS-Versicherung angegriffen. Mittlerweile liegt noch ein schwerverletzter Mann im Spital. Er ist aber nicht in Lebensgefahr.

Die beiden Pistolenarmbrüste hatte der Gesuchte in einem Plastiksack verpackt. Ausserdem hatte er zwei angespitzte Holzstücke bei sich, wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen bekannt gab.

Legende: Video «Polizei weiss nicht, wie Mann nach Thalwil gelangte» abspielen. Laufzeit 2:01 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.07.2017.

Hinweise aus der Bevölkerung

Die entscheidenden Hinweise, die zur Festnahme führten, kamen aus der Bevölkerung. Der 51-Jährige war alleine und zu Fuss unterwegs, als er um 18.50 Uhr verhaftet wurde. Er habe sich ohne Gegenwehr festnehmen lassen und sich «anständig und kooperativ» verhalten.
Der Beschuldigte befindet sich im kantonalen Gefängnis in Schaffhausen. Die Staatsanwaltschaft hat gegen ihn ein Strafverfahren wegen mehrfacher strafbarer Handlungen gegen Leib und Leben eröffnet.

Motiv ist unklar

Das Motiv des mutmasslichen Täters ist noch nicht bekannt. Die erste Befragung findet am Mittwochmittag statt. Unklar ist auch noch, wie und warum der 51-Jährige nach Thalwil (ZH) geflüchtet ist.

Zwei Polizeihunde konnten nach der Tat die Spur des Geflüchteten bis zur Rheinbrücke in Schaffhausen verfolgen. Danach verlor sich die Spur jedoch, wie die Polizei bekannt gab. Zur Verhaftung führten schliesslich mehrere Hinweise aus der Bevölkerung.

Internationale Fahndung

Die Suche nach dem Angreifer war mit Hochdruck geführt worden – sowohl in der Schweiz als auch im nahen Deutschland. Im Einsatz waren auch Helikopter, welche die Wälder absuchten. Zudem wurde der mutmassliche Täter international zur Fahndung ausgeschrieben. Entsprechend sorgte der Fall auch über die Landesgrenzen hinaus für Schlagzeilen.

Ausnahmezustand in Schaffhausen

Bis zur Festnahme am Dienstagabend war Schaffhausen im Ausnahmezustand. Die Polizei rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf – insbesondere auch in den Wäldern. Deshalb hatte die Flucht des 51-Jährigen auch Auswirkungen auf die Freizeitgestaltung: So mussten etwa mehrere Ferienangebote für Kinder abgesagt werden, weil sie im Wald stattgefunden hätten.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Zur Armbrust, kreuzen ambivalente Gedanken meinen Kopf. Wie würde unser Volksheld W. Tell aus heutiger medizinischer Sicht und Rechtsverständnis durch Psychiater und Juristen beurteilt? Wohl wenig schmeichelhaft. Auch er, stellvertretend für einen latent verbreiteten Unmut über die, durch Gessler verkörperte Obrigkeit und Staatsraison reagierte violent. Ähnlich geartete Motive und Straftaten je nach Ort und Zeitgeist, unterschiedlich bewertet. Soziale Folgen von Neoliberalismus/Globalisation?
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    1. Antwort von Philipp Etter (Philipp Etter)
      Heute würde Wilhelm Tell sicherlich sofort das Obhuts-, Sorge- und Besuchsrecht über Walterli per superprofisorischen KESB-Entscheid entzogen und Walterli bevormundet, nicht nur verbeiständet und an einem unbekannten Ort fremdplatziert, damit er vor seinem unberechenbaren gewalttätigen Vater geschützt ist...
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    2. Antwort von Markus Berner (Markus Berner)
      Ja, Herr Käppeli, der Grat zwischen Freiheitskämpfer und Terrorist ist schmal.
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  • Kommentar von Daniele Schranz (CWL Media Group)
    Der Willen des Volkes ist bereits gebildet mit diesen nachgerichteten Informationen "Vorbestraft, verwahrlost, unfreundlich etc". Alles was im Nachhinein kommt interessiert nur die welche sich dafür interessieren. Wie dem auch sei wichtig ist nur eins: dass der besagte Herr jetzt keine Gefahr mehr darstellt und sich die Justiz und Medizin ordentlich drum kümmern, da Behörden über jeden Zweifel erhaben waren, sind und immer sein werden. Wer interessiert sich schon für vollständige die Wahrheit?
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  • Kommentar von Hans Solenthaler (Hannes)
    Nun wurde der Täter gefasst - das ist gut. Die Presse hat viel darüber geschrieben. Vorbestraft, verwahrlost, unfreundlich.etc.etc. Über die Motive des Mannes zur Tat ist nicht bekannt. Das wäre wichtig um sich ein Bild machen zu können. Wahrscheinlich wird man unter dem Deckmantel " Arztgeheimnis, Persönlichkeitschutz usw." nie etwas über die Hintergründe dieser Tat erfahren!
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    1. Antwort von Joel Busch (Joel)
      Wichtig zu wissen ist für die Öffentlichkeit doch eigentlich nur, dass er jetzt keine Gefahr mehr darstellt und sich die Justiz und Medizin ordentlich drum kümmern. Der Rest ist nur Befriedigung der Neugier und im schlimmsten Fall politische Instrumentalisierung eines schrecklichen Ereignisses (die droht allerdings in diesem Fall nicht so, weil er nicht in irgendwelche Feindbilder passt)
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Ja, genau, Herr Solenthaler, die Sensations-Zeilen (Meldungen) verklingen schnell. Wer dieses mehrfach straffällig gewesenes "Ungeheuer" und der querulante "Waldmensch" wirklich ist, werden wir Leser(innen) nie erfahren! Da müsste es sich schon um einen "nicht linken" Politiker handeln! In alle Details genau, würde tagelang über seine Verfassung (Krankheit, Wesensart und Gründe für seine Tat) berichtet und analysiert! Wir würden alles über ihn erfahren!
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    3. Antwort von marc rist (mcrist)
      @JB: Das reicht eben nicht! Solange nicht auch die Hintergründe ausgeleuchtet werden und entsprechende Korrekturen vorgenommen, ist es bloss eine Frage der Zeit bis sich ähnliche Fälle wiederholen.
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