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Harte Massnahmen
Aus Regionaljournal Graubünden vom 19.01.2021.
abspielen. Laufzeit 02:52 Minuten.
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Mutiertes Coronavirus Wegen mutiertem Coronavirus: harte Massnahmen in St. Moritz

Hotels unter Quarantäne, Schulen geschlossen und Touristen und die St. Moritzer Bevölkerung sollen zum Massentest.

Die Coronamutation hat St. Moritz erreicht. In zwei Hotels im mondänen Ferienort seien rund ein Dutzend Fälle entdeckt worden, sagt Rudolf Leuthold, Chef des Bündner Gesundheitsamts.

Wie es genau zu diesen Ansteckungen gekommen ist, wird noch abgeklärt.
Autor: Rudolf LeutholdLeiter Gesundheitsamt GR

«Wie es genau zu diesen Ansteckungen gekommen ist, wird noch abgeklärt», erklärt Leuthold. Beim mutierten Virus handle es sich um die südafrikanische Mutation. Festgestellt worden sei es bei Hotelmitarbeitenden.

Allgemeine Maskenpflicht

Beide betroffenen Hotels, das «Badrutt's Palace» und das «Kempinski» wurden unter Quarantäne gestellt. Das Gesundheitsamt ordnete Coronatests für Mitarbeitende und Gäste an. Von der Massnahme betroffen seien 95 Gäste und 315 Hotelangestellte, heisst es bei der Kommunikationsstelle Coronavirus auf Anfrage.

Wegen des Coronaausbruchs bleiben als Vorsichtsmassnahme die Schulen und Kindertagesstätten im Ort vorläufig geschlossen. Auch die Skischulen in St. Moritz müssen ihren Betrieb einstellen. Zusätzlich gilt auf dem gesamten Gemeindegebiet eine Maskenpflicht.

Kanton will Bevölkerung durchtesten

Auf die Skigebiete habe der jüngste Coronaausbruch vorderhand keine Auswirkungen, heisst es bei der Coronavirus-Kommunikationsstelle weiter. Da die mutierte Coronavariante als deutlich ansteckender gilt als das bisherige Virus, zeigt man sich beim Bündner Gesundheitsamt besorgt.

Fachpersonal
Legende: Ähnlich wie bereits im Dezember soll die Bevölkerung in St. Moritz durchgetestet werden. SRF

Das Oberengadin habe zurzeit die höchsten Ansteckungszahlen im Kanton, erklärt Gesundheitsamt-Chef Leuthold. Ob die Coronamutation dabei eine Rolle spiele, könne er nicht sagen. «Wie stark die Virusvariante bereits verbreitet ist, wissen wir noch nicht.» Um dies herauszufinden, hat der Kanton für morgen Dienstag einen Massentest in St. Moritz angeordnet. Einwohnerinnen und Einwohner aber auch Gäste sollen sich testen lassen.

Das mutierte Virus ist in der Schweiz bislang an mehreren Orten aufgetaucht. Der erste grössere Ausbruch war im Ferienort Wengen im Berner Oberland. Mittlerweile werden mutierte Virusvarianten aus verschiedenen Teilen des Landes gemeldet.

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 18.01.2021, 12:03 Uhr;

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76 Kommentare

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  • Kommentar von Rainer Fauser  (Rainer Fauser)
    Lasst doch einfach die Reichen deren Leben geniessen. Ihr würdet es doch auch tun. Abseits gibt es noch Menschenrechte. Auch auf Leben und Freiheit.
    1. Antwort von Lothar Drack  (spprSso)
      Abseits?
  • Kommentar von Heinz Hugentobler  (John F.)
    In St. Moritz wurden mit dem südafrikanischen Coronavirus Infizierte in 5*-Hotels entdeckt? Gelten für Gutbetuchte wieder einmal Sonderregeln, keine Quarantäne nach der Einreise, wie vor Kurzem in Wengen und in anderen Orten mit den Briten auch nicht? So nützen auch landesweite Lockdowns wenig, wenn man sich die Viren von auswärts wieder holt. Dann geht dem Gesundheitswesen auch die Arbeit nicht aus! Schliesst die Grenzen für Touristen, in beide Richtungen!
  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Das Gute an einem natürlichen Immunsystem, es kann sich anpassen, ein Impfstoff nicht. Die neue brasilianische Variante soll ja schon wieder so gefährlich sein ob der Impfstoff auch wirkt lassen sie offen, er kann kaum wirken hingegen kann sich ein gesundes Immunsystem immer wieder neu ausrichten, ich bleibe deshalb bei meinem Weg. Immun fit zu bleiben und mein Immunsystem nicht durcheinander zu bringen. Impft ihr mal durch wen ihr wollt und wie einige sagen seit Vernünftig, alles ist subjektiv
    1. Antwort von Samuel Nogler  (semi-arid)
      Das haben schon viele Menschen gedacht, die nun nicht mehr unter uns sind.