Zum Inhalt springen

Schweiz Mutmasslicher Dschihad-Reisender aus U-Haft entlassen

Anfang April wurde er am Flughafen Zürich verhaftet – nun ist der 25-jährige mutmassliche Dschihadist aus Winterthur (ZH) aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Es bestünden keine Haftgründe mehr.

Für den mutmasslichen Dschihadisten, der Anfang April am Flughafen Zürich verhaftet wurde, bestehen keine Haftgründe mehr – so das Urteil der Bundesanwaltschaft.

Man habe deshalb keine Verlängerung der Untersuchungshaft beantragt. Die Bundesanwaltschaft bestätigte eine Meldung der «NZZ». Weitere Angaben machte die Bundesanwaltschaft nicht.

Verfahren läuft weiter

Das Verfahren gegen den Mann aus dem Grossraum Zürich läuft trotz seiner Entlassung weiter. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt ihn, eine Reise in das syrisch-irakische Kriegsgebiet geplant zu haben, um sich dort der Terror-Organisation Islamischer Staat anzuschliessen.

Der 25-Jährige soll sich deshalb wegen der Unterstützung einer kriminellen Organisation verantworten. Diese Gruppen sind seit Anfang Jahr per dringlichem Bundesgesetz in der Schweiz verboten. Die Bundesanwaltschaft führt zurzeit rund zwei Dutzend Strafverfahren gegen mutmassliche Dschihadisten.

5 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Fischer, Buchs
    Es ist ein Schande, und ich gebe den Zweiflern recht. Auch ich habe erlebt, wie im Prozess aus der Priorität "Recht und Ordnung" die Priorität "Karrierevorteil/Karrierechance" wurde.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christophe Bühler, 8135 Langnau am Albis
    Keine Haftungsgründe für Dschihadisten, keine Haftungsgründe für Carlos, keine konsequente Ausbürgerung für kriminelle Doppelbürger und somit auch keine Haftung der Richter für unverständliche Urteile. Als Bürger lehne ich die Haftung für solchen Unfug der Justiz ab!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas Wanner, Aarau
      Ausgezeichnet, Herr Dr. Bühler. Bitte lesen Sie doch die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Eine der wichtigsten Regeln ist die Gesetzesmässigkeit staatlichen Handelns; z.B. ein Polizist kann nur dann eine Busse für Geschwindigkeitsüberschreitung verhängen, wenn es dazu eine gesetzliche Grundlage gibt. Steuern musst du nur bezahlen, wenn es dazu eine gesetzliche Grundlage gibt. Verhaften darf man dich nur, wenn es dafür eine gesetzliche Grundlage gibt. Kuul, gäll.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Siehste...! War ja zu erwarten. Dabei wäre wohl die Inhaftierung wegen "Gefährdung der inneren Sicherheit" (wie die amis es nennen würden wohl gerechtfertigt. Aber eben... "nimmst du dir einfach einen Anwalt, der was kann halt..."
    Ablehnen den Kommentar ablehnen