Mutmasslicher Mörder von Genfer Therapeutin wieder in der Schweiz

Der mutmassliche Mörder der Genfer Sozialtherapeutin ist von Polen an die Schweiz ausgeliefert worden. Ein Sprecher der Genfer Staatsanwaltschaft bestätigte am Abend einen Bericht der «Tribune de Genève».

Foto des mutmasslichen Täters, er ist gepixelt, daneben ein Polizist.

Bildlegende: Der mutmassliche Täter ist von Polen an die Schweiz ausgeliefert worden. Keystone

Der Beschuldigte sei am gestrigen Donnerstag den Genfer Behörden überstellt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Weitere Informationen zu dem Fall gab es vorerst nicht.

Der polnische Justizminister hatte Ende November entschieden, den nach Polen geflohenen, vorbestraften Täter in die Schweiz zurückzuschaffen. Dafür war eine Frist bis zum kommenden 22. Januar vorgesehen.

Der mutmassliche Mörder, ein 39-jähriger französisch-schweizerischer Doppelbürger, war am 15. September nach einer viertägigen Flucht an der deutsch-polnischen Grenze festgenommen worden.

Therapeutin auf Ausflug getötet

Der Mann sass wegen zweifacher Vergewaltigung in der Genfer Strafanstalt Champ-Dollon eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren ab. Er wird beschuldigt, am 12. September auf der Fahrt zu einer Reittherapie eine 34-jährige Sozialtherapeutin getötet zu haben, die ihn dorthin begleitet hatte.

Der Kanton Genf hat inzwischen Fehler im Strafvollzug eingeräumt. Der Häftling hätte gemäss einer Untersuchung das Gefängnis nicht verlassen dürfen.