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Schweiz Nach Mindestlohn-Nein: Gewerkschafter suchen nach Antworten

4000 Franken Mindestlohn: Davon konnte der Schweizerische Gewerkschaftsbund das Stimmvolk nicht überzeugen. Doch warum?

Legende: Video Schlacht verloren, Kampf geht weiter abspielen. Laufzeit 01:01 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.05.2014.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) ist enttäuscht über die Ablehnung der Initiative für einen Mindestlohn von 4000 Franken. Warum hat das Stimmvolk die Initiative mit 76, 3 Prozent so klar abgelehnt?

Legende: Video «4000 Franken waren eine kühne Forderung» abspielen. Laufzeit 01:23 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.05.2014.

An der Delegiertenversammlung in Bern suchten die SGB-Delegierten selbstkritisch nach Antworten.

Die Mindestlohn-Initiative sei trotz des schlechten Abstimmungsresultats kein Misserfolg gewesen, sagte SGB-Präsident Paul Rechsteiner vor den Delegierten.

«Wir waren uns von Anfang an bewusst, dass ein schweizweiter Mindestlohn von 4000 Franken eine kühne Forderung war, gemessen an normalen helvetischen Verhältnissen», so Rechsteiner.

Blick nach vorn

Bei der Ausgestaltung der Initiative wäre es im Rückblick schlauer gewesen, wenn man die wichtigsten Ausnahmen schon in der Initiative formuliert hätten. Rechsteiner nennt dazu die Jungen oder die Möglichkeit regionaler Abstufungen. «In der öffentlichen Diskussion waren das Punkte, gegen die kaum anzukommen war.»

Trotz der herben Niederlage schauten die Delegierten aber auch in die Zukunft. Als nächstes nimmt die SGB nochmals die Niedriglöhne ins Visier. Auf dem Plan steht aber auch das Thema Lohngleichheit zwischen Mann und Frau.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von F. Liechti, Zufikon
    Was bringen Verfassungsbestimmungen und Gesetze, wenn man nicht über die Löhne spricht. Der einfachste (-günstigste) und erfolgsversprechendsre ist das offenlegen der Löhne z. B. Anfang Jahr im Pausenraum. Dies wird wohl einigen Diskussionsstoff in den ersten Jahren geben. Wer jedoch zu seinem Lohn stehen kann, solle auch nichts dagegen haben. Dazu brauchts auch keine staatlichen Aufpasser.
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  • Kommentar von M. Kohler, Thurgau
    Ihr Umverteilungsromantiker! Hört endlich auf unser Geld und unsere Zeit zu verpulvern - und am Allerwichtigsten: hört bitte auf den Benachteiligten falsche Versprechungen zu machen und Missgunst zu säen!
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Der Büezer gönnt dem Büezer eben keinen Erfolg, so schade, denn es würde von Ausnahme-Fällen abgesehen, die CH- Firmen weiter stärken sowie die allgemeine Kaufkraft verbessern, Wer seinen Arbeitern schwache Löhne bezahlt, wird deren mässige Leistung ernten. Der Staat muss dann eingreifen, wenn jemand mit 8h Arbeit, vom Lohn nicht leben kann. Was niemand haben will, ist eine Klassengesellschaft, es darf kein unten und oben geben in einer zivilisierten CH, wenn wir den sozialen Frieden wollen.
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