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Schweiz Natalie Rickli meldet sich zurück

Die Zürcher SVP-Politikerin Natalie Rickli kündigt fünf Monate nach ihrem Burnout die Rückkehr in die Politik an. Wie die 36jährige im Interview mit dem «SonntagsBlick» erklärt, will sie als Vizepräsidentin der Nationalratsfraktion zurücktreten.

Natalie Rickli im Nationalrat.
Legende: Nach einer Pause will SVP-Nationalrätin Natalie Rickli wieder voll politisieren. Keystone

Anfang September 2012 war sie von der Bildfläche verschwunden, zwei Wochen später gab sie auf Facebook ihr Burnout bekannt. Nun meldet sich die SVP-Politikerin Natalie Rickli zurück. Im Interview mit dem «SonntagsBlick» spricht sie unter anderem über die schwierigen zweieinhalb Monate ihres Klinikaufenthalts: «Am Anfang hatte ich das Gefühl, total versagt zu haben.»

Verschiedene Therapien hätten ihr geholfen, berichtet Rickli. Und sie habe gelernt, sich auch für sich Zeit nehmen zu dürfen. Eine wichtige Rolle hätten zugleich die Mitpatienten gespielt. Nach einem extrem schwierigen Anfang habe es auch lustige  Momente gegeben: «Ich habe endlich jassen gelernt.» 

Mehr Sport, weniger Politik

Um nicht wieder krank zu werden, will Rickli nun für einen besseren Ausgleich sorgen, mehr Sport treiben und an die frische Luft gehen. Entsprechend werde sie an etwas weniger politischen Veranstaltungen teilnehmen und als Vizepräsidentin der Nationalratsfraktion zurücktreten.

Zur ihrem Burnout will Rickli noch am Montag in der Gesundheitssendung «Puls» auf SRF1 Stellung nehmen.

Legende: Video Rickli zurück nach Burnout abspielen. Laufzeit 00:59 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.02.2013.

Wohlstandskrankheit Burnout?

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Null-Bock-Syndrom oder psychische Krankheit – zu Burnout hat fast jeder eine Meinung. Auch, dass es so was früher gar nicht gab. Medizinische gesehen ist es keine Krankheit, sondern ein Erschöpfungsprozess. Mehr dazu im «Puls» am Montag ab 21:05 Uhr auf SRF 1. Mehr.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Rupprecht Knecht, Hinterkaifeck
    Mit 36 Jahren, ohne großartiges, z.B. in der Wirtschaft, geleistet zu haben, diese Krankheit zu haben, da scheint wohl etwas schiefgelaufen zu sein. Allein die "zuvielen Düüddschen" zu reklamieren scheint nicht gerade der Weisheit letzter Schluss zu sein. Kreative Alternativen aufzuzeigen, wie man aus eigener Kraft das Land vorwärts bringt, scheint wohl alles andere als ihre Stärke zu sein. Ohne nun die ἀνάμνησις zu kennen, werden wohl Versagensängste krank gemacht haben.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Na ja, meine Meinung zu Frauen in Führungsrollen muss ich ja nicht wiederholen. Aber mal ganz abgesehen davon sollte ein vernünftiger Mensch doch merken, dass sein Weg ein anderer sein sollte, wenn die Richtung nicht stimmt, bzw. zu einem Zusammenbruch geführt hat. Und mal ehrlich, so ein Burnout (habe das schon erlebt und dann die Richtung geändert) ist heute schon fast normal und geht vorbei. Jammern und auf Mitleid trotzen tun nur bestimmte Menschen. Männer wie wir tun was zu tun ist!
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    1. Antwort von W. Helfer, Zürich
      Genau T. Duran. So ein Burnout ist heute leider schon fast normal. Es geht aber auch wieder vorbei sofern man es will! Möglichkeiten da raus zu kommen sind genug da, man muss sie nur annehmen wollen. N. Rickli ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Burnout KEIN Fall für die IV ist. Burnout ist keine körperliche und auch keine hirngeschädigte Behinderung und somit auch kein Fall für die IV, genauso wie sog. Schleudertraumas, wo man NUR auf Grund von gutem Jammern in die IV kann.
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  • Kommentar von Walter Kathriner, Sarnen
    was ist jetzt mit ihren Schein-Invaliden, die vielleicht mit Erbkrankheiten belastet, oder Mütter sind die mit einem Lohn unter dem Mindestlohn auskommen müssen? oder Kriegstraumatisiert sind usw. Können die jetzt auch einfach so, sich ein halbes Jahr Krank melden und alles abtreten und teure Erhohlungs Aufenthalte zahlen lassen und nachher wieder eine den produktiven Leistungen entsprechend zu hoch bezahlte Stelle antreten??????
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    1. Antwort von Tom Duran, Basel
      Danke! Tja, wer im Glashaus mit Steinen wirft... Oder auch die Politiker sollten aufpassen, sich nicht den Ast anzusägen auf dem sie sitzen. Wer es dennoch tut, ist in meinen Augen ein Narr und verliert seine/ihre Glaubwürdigkeit. Halt mal, dann müssten ja alle Politiker darunter fallen...
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