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Schweiz Nationaler Sammeltag bringt 9 Millionen Franken

Der nationale Sammeltag der Glückskette für die Opfer der Sturmkatastrophe auf den Philippinen hat Spendenzusagen von gut 9 Millionen Franken ergeben. Dazu kommen 7 Millionen, die bereits im Vorfeld des Spendentags eingegangen waren. Die Mittel sollen grösstenteils in langfristige Projekte fliessen.

Am nationalen Sammeltag sind bei der Glückskette bis zum Abschluss um Mitternacht Spendenversprechen von 9'025'989 Franken eingegangen. 7'102'041 Franken an Spenden waren bereits im Vorfeld des Sammeltags zugesagt worden. Das vorläufige Total beläuft sich damit auf 16'128'030 Franken.

So können Sie spenden

So können Sie spenden

Spenden können Sie auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Taifun Haiyan» oder online, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Die Einzelspenden betrugen zwischen zehn, mehreren hundert und einigen Tausend Franken. Zahlreiche Gemeinden, Kantone und Unternehmen steuerten Spenden von mehreren Tausend bis zu einer Million Franken bei.

Die auf den Sammeltag folgenden Einzahlungen seien erfahrungsgemäss weit höher als angekündigt, heisst es in einer Mitteilung der Glückskette.

Rund 600 Freiwillige an den fünf SRG-Spendenzentralen in Bern, Chur, Genf, Lugano und Zürich waren seit dem frühen Montagmorgen im Einsatz.

Bundespräsident am Spendentelefon

Den Nationalen Sammeltag hatte Bundespräsident Ueli Maurer eröffnet. Er nahm telefonisch erste Spendenversprechen entgegen. Nach Abschluss seines Besuches in der Sammelzentrale des SRG-Studios in Bern erklärte Maurer, dass die Schweizerischen Hilfswerke alles in Bewegung setzen würden, um den Opfern schnell zu Hilfe zu kommen: «Die Landesregierung ist von der schweizerischen Solidarität zutiefst beeindruckt.»

Anwesend war auch der philippinische Botschafter Leslie Baja. Er sprach der Schweizer Bevölkerung Dank aus: «Die ganze Welt – speziell aber die Schweiz – steht hinter uns. Und mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft werden wir diese Katastrophe meistern.»

Geld vor allem für den Wiederaufbau

Das gesammelte Geld mit dem Vermerk «Taifun Haiyan» fliesst in einer ersten Phase in die Nothilfe, die von den 13 Partnerhilfswerken der Glückskette bereits eingeleitet worden ist. In einer zweiten Phase soll mit konkreten, nachhaltigen Projekten zum Wiederaufbau beigetragen werden, wie die Glückskette schreibt.

«Erfahrungsgemäss, fliessen etwa 80 Prozent der Gelder, die wir bei solchen Katastrophen sammeln, in den Wiederaufbau», erklärte die stellvertretende Direktorin der Glückskette, Catherine Baud-Lavigne. Die Kette konzentriere sich auf langfristige Vorhaben im Katastrophengebiet, die mehrere Jahre dauern könnten.

Die Glückskette ist dabei Garant, dass die Spenden ankommen: «Alle Projekteingaben werden von der Glückskette und unseren Experten analysiert. Einmal akzeptiert, werden diese Projekte vor Ort evaluiert und schliesslich die Resultate offen und transparent kommuniziert», erklärt Glückskette-Direktor Tony Burgener den Kontrollmechanismus.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Hagou Hans, Bienne
    ...PERVERS! - Das «Haiti on Ice» in Port-au-Prince. Die Veranstaltung musste ein Jahr lang laufend verschoben werden, weil das Eis immer wieder geschmolzen ist, wie «SFGate» schreibt. Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt – wie viel Geld für das Eisprojekt ausgegeben wurde, ist nicht bekannt. Die Erhaltung des Eises etwa 1500 Franken pro Stunde. Für eine Bevölkerung, die Durchschnitt jährlich 370 Franken verdient, dürften die Eintrittspreise von vier bis 45 Franken ebenfalls zu hoch sein.
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    1. Antwort von Hagou Hans, Bienne
      ..vor «Haiti on Ice» am 12.01.2010, 16.53 Uhr bebt in Haiti die Erde – 35 Sek. lang. Das EpiZ liegt 17 km westl. von Port-au-Prince. Fast alle Krankenhäuser sind zerstört, Krankenwagen und Feuerwehr gibt es nicht. Das Einzige, was in den ersten Std. nach der Katastrophe funktioniert, ist ein mobiles Feldlazarett der argentinischen Armee. 1 Std. nach dem Beben wirds bereits dunkel. Erst Monate später erfährt die Welt die erschütternde Bilanz des Bebens: 230.000 Tote und Millionen Schwerverletzte.
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    2. Antwort von A.Käser, Zürich
      Ein weiteres"Wirkungsfeld"einer Religion,die vor allem den Vorzügen einer "effizienten Menschenproduktion" das Wort spricht.Genau wie in Afrika,Süd-Amerika,etc.Wünsche Etlichen,dass ihnen langsam die Schuppen von den Augen fallen,und sie die Verantwortung für ihr Leben selbst in die Hände nehmen,anstatt diese nach OBEN(oder viel zu starke,internationale Macht)zu delegieren.
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  • Kommentar von neth, zürich
    I am a filipina my family is also one of the victims of typhoon. i would say the whole world has donated billion of pesos already thru the government officials in my country. but from own experience thru my family who are living in Northern of Cebu, our City has a lot of collected goods already which are stocked in the city hall and still a lot of families still doesn't receive that help. I may suggest that the switzerland government will not give their fully trust to our government officials.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Auch DAS muss wieder einmal gesagt werden: Da geschieht eine Katastrophe, sofort wird gesammelt und gespendet - und dann wird über ein paar Milliönchen gejubelt, jetzt können wieder schlechtes Gewissen und Mitleid abgebaut werden. Und warum spenden fast immer nur jene, die weniger haben? Wo sind denn nur die vielen Reichen und Superreichen, darunter auch bekannte Spitzensportler, die sich sonst in solchen Angelegenheiten gern zur Schau stellen? Mit Verlaub, Leute: Das ist pervers.
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