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Marktbeherrschende Stellung? Nationalrat knöpft sich booking.com vor

Legende: Audio booking.com gerät unter Druck abspielen. Laufzeit 02:11 Minuten.
02:11 min, aus HeuteMorgen vom 18.09.2017.
  • Im Nationalrat steht heute Montag eine Motion zur Debatte, die Einfluss auf die Verträge nehmen will, welche die Buchungsplattform booking.com mit Schweizer Hotels abschliesst.
  • CVP-Nationalrat Pirmin Bischof will mit seiner Motion erreichen, dass Hotels künftig Zimmer auf ihrer eigenen Homepage zu tieferen Preisen anbieten dürfen als auf booking.com. Bislang verbietet das die Buchungsplattform.
  • Letzte Woche hat der Preisüberwacher ein Verfahren gegen die Online-Buchungsplattform eingeleitet.

So kurz vor der Diskussion im Nationalrat komme das Verfahren des Preisüberwachers ungelegen, sagt Peter Lochbihler von booking.com gegenüber SRF. Auch wenn man als internationales Unternehmen ab und zu kritisiert werde, sei es aussergewöhnlich, dass in der Schweiz gleich mehrere Parteien versuchten, Einfluss auf booking.com zu nehmen.

Der Preisüberwacher will die Gebühren untersuchen, welche die Buchungsplattform erhebt. Er vermutet, dass der Anbieter zu viel verlangt, wenn ein Gast auf booking.com ein Zimmer bucht.

Bei der Internet-Firma hingegen sieht man das anders. Von einer privilegierten oder marktbeherrschenden Stellung könne keine Rede sein. Schliesslich laufe der Grossteil aller Buchungen noch gar nicht übers Internet, sondern über andere Kanäle wie etwa das Telefon.

Sowohl der Ständerat wie auch die Nationalratskommission haben Bischofs Motion gutgeheissen. Ob der Nationalrat seiner Kommission folgt, wird sich am Montag zeigen.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Kari Raeschter (K. Raeschter)
    Deswegen buche ich wenn immer möglich direkt im Hotel. Somit bleibt dem Hotel mein ganzer Betrag als Einkünfte erhalten. Dasselbe gilt auch für Flugreisen, da buche ich immer wenn möglich direkt bei der Airline. Diese Booking-Plattformen (Booking, Trivago, etc.) benutze ich höchstens als Suche für ein Hotel. Danach gehe ich aber direkt auf die Hotel-Internet-Seite und buche dort mein Zimmer. Kommt noch dazu, dass die Einnahmen dieser Internet-Maschinen sowieso teilweise am Fiskus vorbei gehen.
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  • Kommentar von Robert Frei (RFrei)
    Eine Provision von 13% für die Internet-Vermittlung ist schlechthin ungeheuer wenn man sie mit dem sonstigen Aufwand des Hotels vergleicht: Bau und Unterhalt des Gebäudes, Personalkosten, Betriebsmittel, Steuern und Abgaben etc. Booking.com schöpft Gelder in die USA ab, ohne in der Schweiz angemessen Steuern zu zahlen, und ohne viel dafür zu leisten. Die Provision sollte den Nutzern (d.h. den Gästen) bei der Buchung aufgebrummt werden, da würde sich die Höhe der Provision rasch mindern.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Wenn ein Lobistencloeb Druck macht, tanzen die Schwatzbuder an deren Marionettenfaeden. Sorgen des Volkes, von horrenden Wuchermieten, ruinoesen KK-Praemien, Besteuerung von Arbeit und gar AHV-Renten statt Kapital, bis hin zu voller Entschaedigung und Genugtuung von Kindersklaverei statt nur selektiver Bealmosung, werden im besten Fall auf die zu lange Bank geschoben, und im schlechteren ganz ignoriert....
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