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Schweiz Nationalrat spurt Ende des Bankgeheimnisses vor

Die Wirtschaftskommission des Nationalrates (WAK) ist damit einverstanden, dass das Bankgeheimnis für ausländische Kunden aufgehoben wird. Nun kann der Gesamtrat über die Grundlagen des automatischen Informationsaustauschs befinden.

Tresorfächer in einer Bank, eines davon ist geöffnet
Legende: Ausländische Kunden können sich künftig nicht mehr hinter ihren Schweizer Banken verstecken. Keystone

Die Vorlage zum automatischen Informationsaustausch (AIA) passierte die Wirtschaftskommission des Nationalrats. Für die Mehrheit der Kommission ist es zentral für den Finanzplatz Schweiz, den international anerkannten AIA-Standard rasch einzuführen. Damit könne die Steuerkonformität gewährleistet und der Marktzugang sichergestellt werden, argumentieren die Befürworter.

Auf Kurs des Bundesrates

Bereits an ihrer letzten Sitzung hatte die Wirtschaftskommission Anträge abgelehnt, auf die Vorlage nicht einzutreten oder diese an den Bundesrat zurückzuweisen. Nun hat sie über die Details entschieden und folgte dabei mehrheitlich dem Bundesrat, wie die Parlamentsdienste mitteilen. Über die Grundlagen für den automatischen Informationsaustausch kann nur der Nationalrat befinden.

Auch spontan Daten austauschen

Mit dem AIA müssten Banken Finanzdaten von Kunden, die in einem anderen Staat steuerpflichtig sind, den Schweizer Steuerbehörden melden. Diese würden die Informationen periodisch an die ausländischen Behörden weiterleiten.

Neben dem AIA ist der spontane Informationsaustausch vorgesehen. Heute liefert die Schweiz anderen Staaten Informationen über Steuersünder ausschliesslich auf deren Ersuchen hin. Geht es nach dem Bundesrat, werden die Steuerbehörden künftig von sich aus aktiv, wenn sie auf etwas stossen, das einen anderen Staat interessieren dürfte.

5 Kommentare

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  • Kommentar von P.Meier, Zürich
    Es ist ein Wirtschaftskrieg im Gange. Die Finanplätze der Welt kämpfen um die Kunden, jeder versucht für sich mehr Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Den anderen Finanzplätzen ihren Wettbewerbsvorteil zu zerstörren, bringt neues Geld an den eigenen Finanzplatz. Singapur, London, u.s.w. freuen sich wie Kinder über Weihnachten, dass die Schweiz das Bankgeheminiss abschafft, jetzt könne sie mit den Kunden, die früher in der Schweiz waren, Geld verdienen.
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  • Kommentar von Michael Ende, Zürich
    Die Privatspäre wird sich niemals zu "Grabe" tragen lassen. Alles nur Vernebelungstaktik einer US gesteuerten Initiative, die zum Ziel hat, die Vermögen und Informationen in heimische Gewässer zu locken. Und die naiven Schweizer glauben diese Märchen immer noch. Wie Politiker auf solche Machenschaften so gründlich hereinfallen können und gegen die Interessen des eigenen Landes handeln, ist mir immer noch ein Rätsel. Sind unsere Politker alles Käuflinge? Warum spricht hier niemand von Korruption?
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  • Kommentar von Lena Meier, Aarau
    ENDLICH, das Bankgeheimnis ist am Ende! Danke Frau EWS!
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    1. Antwort von Franziska Tuscher, Winterthur
      Danke EWS. Jetzt kann das Steueramt jede Kreditkartenrechnung von allen Bürger anschauen. Mal schauen, was Frau Lena Meier aus Aarau so eingekauft hat....!
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