Nein zu Unesco-Kandidatur Gotthard: Ein richtiger Entscheid?

Der Bundesrat unterstützt die Kandidatur der Gotthard-Bahn als Unesco-Weltkulturerbe nicht. Für die Region eine herbe Enttäuschung. Macht der negative Entscheid Sinn? Stimmen Sie ab.

Weiterfahren ja, Kandidatur als Unesco-Weltkulturerbe nein: Diesen Entscheid fällte der Bundesrat gestern zur Gotthardbahn. Zuerst will er die langfristige Entwicklung der Passagierzahlen auf der 1882 fertiggestellten Strecke beobachten. Sobald der Neat-Basistunnel voraussichtlich 2016 fertiggestellt ist, erwartet die SBB auf der alten Strecke nämlich höchstens noch 600 Passagiere am Tag. Die ungedeckten Kosten könnten dann bis zu 16 Millionen Franken im Jahr betragen.

Für die Region ist der Bundesratsentscheid ein Rückschlag: Sie hätte sich durch eine Unesco-Auszeichnung einen Schub für Tourismus und lokale Produkte erhofft.

Die Gotthardstrecke als Unesco-Weltkulturerbe

  • Die Gotthardstrecke als Unesco-Weltkulturerbe

    Gotthardstrecke als Unesco-Weltkulturerbe: Ist das Bundesrats-Nein zur Kandidatur der richtige Entscheid?

  • Ja

    29%
  • Nein

    71%
  • 634 Stimmen wurden abgegeben

Bisher elf Stätten in Katalog aufgenommen

Die Gotthardstrecke, mit dem bis ins Jahr 1906 längsten Tunnel der Welt, wäre nicht die erste Bahnstrecke der Schweiz, die ins Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen wurde.

Bereits im Jahr 2008 kam die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn zu dieser Ehre. Insgesamt nahm die Unesco in der Schweiz elf Stätten in ihren Katalog auf. Zuletzt im Jahr 2011 eine Reihe von Überresten von Pfahlbauersiedlungen.

Das ist das materielle Unesco-Welterbe in der Schweiz