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FDP in Neuenburg vorne
Aus Echo der Zeit vom 18.04.2021.
abspielen. Laufzeit 04:09 Minuten.
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Neu 100 statt 115 Sitze FDP bleibt stärkste Kraft im Neuenburger Grossen Rat

  • Der Neuenburger Grosse Rat bleibt weiterhin knapp bürgerlich mit insgesamt 52 von neu 100 Sitzen von FDP, SVP, GLP und der Mitte. 2017 zählte das Kantonsparlament noch 115 Sitze.
  • Führende politische Kraft bleibt weiterhin die FDP mit 32 Sitzen (-11).
  • Die SP hat an Boden verloren, bleibt aber mit 21 Sitzen (-11) die zweitstärkste Kraft in der Legislative, knapp vor den Grünen mit 19 Sitzen (+2).

Die Grünliberalen verdoppelten ihre Mandate auf acht. Auch die Partei der Arbeit (PdA/POP) kommt neu auf acht Sitze (+2). Und ebenfalls acht Sitze (-1) hat die SVP erreicht.

Ebenfalls verdoppeln konnte die Mitte (ehemals CVP) ihre Sitze von zwei auf vier. Mit 4.01 Prozent (+1.33) Stimmenanteil bleibt sie beim neu festgelegten Quorum von drei Prozent im Kantonsparlament.

Wahlverlierer wegen neuem Quorum

SolidaritéS ist in der neuen Legislatur mit 2.43 Prozent nicht mehr im Grossen Rat in Neuenburg vertreten. Die EVP konnte mit 0.66 Prozent Stimmenanteil ebenfalls keinen Sitz erreichen. Sie erhielt noch weniger Unterstützung als die Bewegung «Apéro pour tout le monde» (Apéro für alle) mit 1.03 Prozent, die das Quorum ebenfalls nicht erreichte.

Für einen Sitz im Neuenburger Kantonsparlament haben sich 525 Kandidaten und Kandidatinnen beworben, der Frauenanteil machte knapp 40 Prozent aus. Der Grosse Rat zählt 2021 nur noch 100 Sitze; bei den letzten Wahlen 2017 waren noch 115 Sitze zu verteilen.

Neues Proporzsystem

In Neuenburg wurde erstmals nach einem neuen Proporzsystem gewählt mit dem gesamten Kanton als einzigem Wahlkreis. Jede Wählerin und jeder Wähler konnte die neu 100 Abgeordneten aus dem gesamten Kantonsgebiet bestimmen und nicht mehr nur innerhalb des Bezirks.

Nach Auszählung aller Gemeinde-Resultate musste sichergestellt werden, dass die vier Regionen des Kantons Neuenburg ihre jeweils garantierte Anzahl Sitze erhalten. Dies wurde von der Staatskanzlei in Zusammenarbeit mit einer paritätischen parlamentarischen Kommission sichergestellt.

Den vier Regionen im Kanton sind entsprechend ihrer Wohnbevölkerung ein Minimum von 51 Sitzen garantiert: 27 Sitze für das Littoral (Seeregion), 15 für die Montagnes Neuchâteloises (Juraberge), 5 für das Val-de-Ruz und 4 Sitze für das Val-de-Travers. Zusätzlich wurde der Einzug ins Parlament mit einem notwendigen Quorum von drei Prozent festgelegt.

Echo der Zeit, 10.04.2021, 18.00 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Ringger  (cringger)
    Ich verstehe nicht, dass weder im Titel noch im Text berichtet wird, was in den welschen Medien als "DIE GROSSE UEBERASCHUNG" (... und richtigerweise) bezeichnet wird. Frauen sind erstmals in einem Kantonsrat in der Schweiz in der Mehrheit. Freut mich sehr.
    C’est la grande surprise de l’élection 2021 du Grand Conseil: le parlement neuchâtelois sera désormais majoritairement composé de femmes. Elles seront 58 élues face à 42 hommes. La gauche a par ailleurs perdu sa très courte majorité.
  • Kommentar von Stefan Pfister  (Stefan Pfister)
    Die FDP ist die Siegerin? Na ja. Das hängt davon ab, wie man Sieg definiert. Heisst Sieg stärkste Partei sein? Dann ja. Heisst Sieg den Wähleranteil vergrössern? Dann nein. Dann sind Grüne und GLP die Wahlgewinner, während SP, SVP und halt auch FDP zu den Verlierern zählen. Wobei es FDP und SVP wohl mehr schmerzt als die SP, denn das linke Lager bleibt unterm Strich stabil. Auf der individuellen Ebene: Alle, die einen Sitz im neuen Parlament haben, sind Wahlgewinner, egal welche Partei.
  • Kommentar von Peter Wullschleger  (Peter Wullschleger)
    Den Titel des Beitrags sollten Sie ändern: Die FDP ist zwar nach wie vor die stärkste Partei, gewonnen hat sie aber nicht. Vielmehr verloren. Gewonnen haben die Grünen und die Grünliberalen.