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Schweiz Neue Regeln für SRG im Internet

Die SRG darf im Internet neu ab 1. Juni auch Texte veröffentlichen, die keinen Bezug zu Radio- oder Fernsehsendungen haben. Auch darf sie künftig wichtige Ereignisse im Internet live übertragen. Der Bundesrat hat eine Konzessionsänderung verabschiedet.

Mit der Änderung der Konzession will der Bundesrat den Service public stärken, schreibt das Uvek in einer Mitteilung. Die Regierung erkennt das Internet als selbständigen Verbreitungskanal in der Konzession an. Zum Schutz anderer Medien würden der SRG aber Grenzen gesetzt.

Weil sich die SRG und die Verleger nicht hatten einigen können, musste der Bundesrat eingreifen. «Wir sind mit der Lösung zufrieden», sagte der Verleger Hanspeter Lebrument im Interview mit SRF 4. Zufrieden zeigte sich auch die SRG.

Die neue SRG-Konzession verlangt, dass drei Viertel aller Texte im Internet mit Audios und Videos verknüpft sind. Zuerst hatte der Bundesrat vorgeschlagen, dass nur zwei Drittel der Online-Textinhalte einen Sendungsbezug aufweisen müssen.

1000-Zeichen-Grenze

Bei der Textlänge ist der Bundesrat bei seinem ursprünglichen Vorschlag geblieben: Texte ohne Sendungsbezug dürfen maximal 1000 Zeichen umfassen. Die SRG hatte sich gegen dieses Korsett gewehrt. Die Medienverbände forderten eine maximale Länge von 600 Zeichen.

Weiter darf die SRG wichtige politische, wirtschaftliche, sportliche und kulturelle Ereignisse live über das Internet übertragen. Verboten bleibt dafür Werbung und Sponsoring.

2 Kommentare

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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Abgesehen davon, dass wir dem Inkasso Unternehmen BILAG extrem viel pro Monat zahlen muessen, fuer das, dass wir unterdessen Werbung im TV Program des SRF haben, und die Informationen auf der Webseite zum Teil massiv verschoent und nicht gerade ausfuehrlich sind, und vieles an informationen Fehlt, sollten mehr als 1000 Limite freigegeben werden, keine Litmite ist das optimale. Werbung sollte absolut Verboten sein, und Neutrale und wahre Berichterstattung ein absolutes Muss!
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  • Kommentar von Bruno Janthiang, Banglamung
    das ist doch ein Witz mit den 1000 Zeichen. Ist es nun mit oder ohne Leerschläge? Denn alleine der Text oben hat 1257 Zeichen, ohne die Leerschläge und Stellungnahme der SRG. Die Mitarbeiter des UVEK wissen wohl nicht, wie wenig die 1000 Zeichen sind. Die Medienverbände müssten für ihre Medienhäuser nicht so skurrile Sachen fordern, würde der Journalismus noch so gut wie früher sein. Aber der Journalismus ist zu 90% zum Boulevard verkommen, siehe BZ, Tagi und deren Partner.
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